Chemische Industrie fördert Volksschulen in Oberösterreich

Mit Chemie-Experimentierkoffern soll Interesse bei Kindern an Naturwissenschaften frühzeitig geweckt werden

Wien (OTS/PWK819) - Wie auch anderen Branchen droht der chemischen Industrie Österreichs aufgrund der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahren ein Fachkräftemangel. Dem versucht dieser Industriezweig durch bildungspolitische Maßnahmen entgegenzuwirken. "Nur durch frühe Förderung, schon in der Volksschule, können wir das Interesse der Kinder auf Naturwissenschaften und insbesondere auf die Chemie lenken", sagt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie (FCIO), bei einer Pressekonferenz anlässlich der Übergabe von Chemie-Experimentierkoffern für den Gebrauch in Volksschulen. "Der FCIO hat erkannt, dass auch Mitarbeiter mit nicht-deutscher Muttersprache in der chemischen Industrie, die eine sehr hohe Exportquote von ca. 68 Prozent aufweist, besonders wertvoll sind. Sie sind vielfach bilingual aufgewachsen, was die Kommunikation mit Exportländern erleichtert. Oft kennen sie auch kulturelle Hintergründe besser und können so Verhaltensweisen in Geschäftssituationen besser verstehen. Wir möchten daher diesbezüglich einen Schwerpunkt setzen und deren Förderung intensivieren."

Anleitungen für Experimente

Die vom Verband der Chemielehrer Österreichs (VCÖ) entwickelten Versuchssets enthalten Materialien und Anleitungen für Experimente und orientieren sich an den Möglichkeiten und Interessen von Kindern im Volksschulalter. Die Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer, die mit diesen Materialien arbeiten, werden von Pädagoginnen und Pädagogen des Verbandes der Chemielehrer Österreichs eingeschult. "Der Chemiekoffer ist ein praktisches Tool, mit dem Kinder mit deutscher und nicht-deutscher Muttersprache unter Anleitung engagierter Lehrer naturwissenschaftliche Fragestellungen im Sachunterricht selbst erforschen können", erläutert Dir. OStR. Mag. Wolfgang Graßecker, Vizepräsident des Verbandes der Chemielehrer Österreichs.
"Gerade in Oberösterreich, dem Kernland der österreichischen Chemieindustrie, ist es uns besonders wichtig, bei den Kindern Aufmerksamkeit für Naturwissenschaften - im Speziellen für Chemie -zu erzeugen", sagt dazu Hofinger. "Je größer die Begeisterung der Kinder für Chemie, desto größer auch die Chance dass sie einen Beruf in diesem Wirtschaftszweig ergreifen."

74 Volksschulen verwenden Chemiekoffer

Heuer werden 26 Chemiekoffer an Volksschulen in Oberösterreich ausgegeben. Die Aktion läuft bereits seit dem Jahr 2011. In Summe sind damit 74 Volksschulen in Oberösterreich mit diesen Lehrutensilien ausgestattet.
Der Fachverband ergänzt damit die Aktivitäten des Landesschulrates für Oberösterreich. Zur Förderung der Naturwissenschaften in den oberösterreichischen Schulen hat dieser die TechnoBox mit mehr als 100 kindgerecht aufbereitete Experimentiervorlagen und Arbeitsunterlagen entwickelt. "Die Arbeit im Volksschulunterricht soll bei den Kindern Neugierde auf das spannende Feld der Naturwissenschaften, speziell auf Chemie, wecken. Zielgruppe sind alle Kinder. Mädchen genauso wie Buben, Kinder mit Migrationshintergrund ebenso wie alle anderen", so Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer. (KR)

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Dr. Johann Pummer
Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs - FCIO
Tel.: (0) 5 90 900-3372
Mail: Pummer@fcio.at
Web: www.fcio.at

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