Lopatka: Brauchen hausärztliche Versorgung auch in kleinen und Kleinstgemeinden

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Österreich hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, aber diese optimale medizinische Versorgung steht vor großen Herausforderungen, stellte heute, Freitag, ÖVP-Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Erwin Rasinger zum Thema "ÖVP pro Hausärzte" fest und ging in seinem Eingangsstatement auf allgemeine Daten im Gesundheitssystem ein: "Die Österreicherinnen und Österreicher werden glücklicherweise älter, im Durchschnitt über 80, aber sie brauchen auch immer mehr medizinische Betreuung. Mit dem medizinischen und technischen Fortschritt gibt es laufend neue Methoden und Medikamente, neue Therapien und Diagnosen, die wir allen Österreicherinnen und Österreichern zukommen lassen wollen. Mit diesen neuen Möglichkeiten und der besseren Information steigen allerdings auch die Patientenwünsche - und all das muss finanziert werden."

Lopatka sprach auch die Nachwuchsprobleme bei Ärzten an: "Es steht hier ein Generationenwechsel an: Die Ärzte, die aus den geburtenstarken Jahrgängen der 50er- und 60er-Jahre kommen, gehen demnächst in Pension und können jedenfalls nicht vollständig ersetzt werden", wies der Klubobmann darauf hin, dass zirka 3.000 österreichische Jungärzte in den letzten Jahren bereits im Ausland zu arbeiten begonnen haben. Ganz besonders schmerze aber der drohende Kassenärztemangel in Österreich und hier wieder vor allem im ländlichen Raum. "Die medizinische Grundversorgung ist ganz klar am besten durch Hausärzte zu gewährleisten. Wir brauchen die hausärztliche Versorgung auch in kleinen und Kleinstgemeinden", so Lopatka, der darauf hinwies, das rund 80 Prozent aller Gesundheitsprobleme durch den praktischen Arzt lösbar seien.

Die Versorgung durch den Hausarzt stelle auch die kostenschonendste Gesundheitsversorgung dar. "Unser Gesundheitssystem kostet jährlich rund 33 Milliarden Euro, davon betrugen die Honorare von Hausärzten mit Kassenverträgen rund eine Milliarde Euro", untermauert Lopatka.

Die Grundversorgung durch den Hausarzt entspreche auch dem erklärten Wunsch der Bevölkerung, zitierte der Klubobmann aus einer ecoquest Studie, wonach sich 75 Prozent der Österreicher mehr Hausärzte wünschen und 91 Prozent einen Arzt in der Nähe ihres Wohnortes haben wollen. Für 78 Prozent ist der Hausarzt wichtigster und erster Ansprechpartner, wenn sie sich krank fühlen. 96 Prozent sind mit ihrem Hausarzt sehr zufrieden. "Diese Zahlen sind ein überzeugendes Plädoyer der österreichischen Bevölkerung für Hausärzte: Sie sind "die Vertrauensärzte" der Österreicherinnen und Österreicher", schloss Lopatka.
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