WKÖ Steiermark fordert für Arbeitnehmer mehr Netto vom Brutto

Bis zur Steuerreform sollen die Lohn- und Gehaltserhöhungen 2015 direkt im Geldbörsel der Beschäftigten landen

Wien (OTS/ÖGB) - Anlässlich einer Pressekonferenz präsentierte die WKÖ Steiermark ihre Forderungen zur zwischenzeitigen Entlastung der ArbeitnehmerInnen, bis es zu einer großen Steuerreform kommt. Gefordert wird, dass alle Lohn- und Gehaltserhöhungen 2015 nicht versteuert, sondern direkt an die Beschäftigten weitergegeben werden. Damit würde die Wirtschaft belebt, und es würden neue Arbeitsplätze geschaffen.++++

Ein Rechenbeispiel, erstellt von Joanneum Research, geht von einem Lohnsteuervolumen in der Höhe von 1,2 Mrd. Euro bei einer Lohnerhöhung von durchschnittlich 2 Prozent aus. Damit würden 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und der Konsum gesteigert. Dies würde zusätzliche Einnahmen von 1,6 Mrd. Euro aus Kommunal-, Mehrwert- und Lohnsteuer für den Finanzminister, Sozialversicherungen und Arbeitsmarktservice bedeuten.

Auch die Präsidentin der Kammer der Wirtschaftstreuhänder Steiermark, Mag. Michaela Christiner, unterstützt diesen Vorschlag, da es sich dabei um eine kurzfristige Ankurbelung der Wirtschaft handelt.

Hermann Talowski, WKÖ-Steiermark-Spartenobmann Gewerbe und Handwerk:
"Wir wollen zufriedene Mitarbeiter mit mehr Netto vom Brutto haben. Die Regierung hat uns eine Steuerreform versprochen. Mit unserem Vorschlag schaffen wir Arbeitsplätze, kurbeln die Wirtschaft an -eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten."

Josef Muchitsch, Chef der Baugewerkschaft (GBH): "Wir als Gewerkschaft können diesen Vorschlag nur unterstützen. Dieser deckt sich mit den Forderungen der ÖGB-AK-Kampagne 'Lohnsteuer runter!'. Für mich ist dieser Vorschlag ein Vorschuss für die Beschäftigten zur zugesagten Lohnsteuerreform. Der Finanzminister verzichtet 2015 auf 1,2 Milliarden Euro Lohnsteuereinnahmen, erhält aber auf Umwegen 1,6 Milliarden Euro retour."

Abschließend die Teilnehmer unisono: "Bei diesem Vorschlag geht es nicht um eine allfällige Finanzierung, sondern, wenn man es machen will, dann macht man es!"

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