IWO-Erhebung: Heizsysteme im 10 Jahres-Vollkostenvergleich 2004-2014

Ölheizungsbesitzer können sich bestätigt fühlen, ein Heizsystemwechsel wäre sie teuer gekommen

Wien (OTS) - Betrachtet man die gängigen Heizsysteme rückwirkend über die vergangenen zehn Jahre, so kommt man zu einem interessanten Ergebnis. Der Vollkostenvergleich (Anschaffung des jeweiligen Heizsystems, inkl. Betrieb, Wartung, Brennstoffverbrauch) nach ÖNORM M7140 zeigt, dass sich der Wechsel des Heizsystems für einen Ölheizungsbesitzer nicht ausgezahlt hätte. Profitiert haben jene, die sich vor zehn Jahren ein vergleichsweise günstiges Öl-Brennwertgerät zugelegt haben und dadurch den Verbrauch um bis zu 40% senken konnten. Am teuersten wäre der Umstieg auf eine Pelletheizung gekommen. Der Wechsel hätte seit 2004 Mehrkosten von über 6.000 Euro pro Haushalt verursacht.

Die Vollkostenaufstellung berechnet folgenden Fall: Hätten Ölheizungsbesitzer vor zehn Jahren eine Modernisierung oder einen Wechsel auf ein anderes Heizungssystem durchgeführt und diese bis heute betrieben, so wären dafür in Summe die folgenden Kosten entstanden. (Anschaffung + Wartung + jährliche Brennstoffkosten)

Heizsysteme im 10 Jahres-Vollkostenvergleich

(Einfamilienhaus 150m2, 15.000 kWh Nutzenergiebedarf, Heizlast 12 KW, systembedingte Jahresnutzungsgrade laut UBA Studie 2014) Den folgenden Betrag mussten Ölheizungsbesitzer des Jahres 2004 innerhalb der letzten zehn Jahre aufbringen, wenn sie sich für die jeweiligen Heizsysteme entschieden hätten:

  • Pellets: 27.692 Euro
  • Wärmepumpe: 23.868 Euro
  • Fernwärme: 22.840 Euro
  • Erdgas: 21.612 Euro
  • Heizöl: 21.120 Euro

Anschaffungskosten sind größter Kostenfaktor beim Heizen

"Ähnlich wie beim Autokauf darf auch beim Heizen nicht nur der Verbrauch berücksichtigt werden", erklärt Martin Reichard, Geschäftsführer des Institutes für Wärme und Oeltechnik. "Vor allem die Anschaffungskosten der Heizsysteme haben einen besonders hohen Einfluss auf die Gesamtkosten. Besonders bei jenen Heizsystemen, die hohe Anschaffungskosten haben, können die geringeren verbrauchsgebundenen Kosten nicht die Investitionskosten kompensieren. Unterm Strich bleiben dem Endverbraucher Mehrkosten von mehreren tausend Euro."

Ehrliche Rechnung bringt Kostenwahrheit

Heizkosten sind nämlich nicht mit Brennstoffkosten gleichzusetzen. Drei Faktoren entscheiden, welche Kosten unterm Strich fürs Heizen übrig bleiben: Anschaffungs-, Wartungs- und Verbrauchskosten. "Hohe Investitionskosten für geringe laufende Kosten auf sich zu nehmen, macht - wie die obige Rechnung zeigt - somit wenig Sinn", so Reichard abschließend.

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