Nationalrat - Greiner: bessere Sensibilisierung und Gewaltprävention

Internationale Zusammenarbeit von Gewaltschutzeinrichtungen forcieren

Wien (OTS/SK) - "Um Gewalt zu erkennen und präventiv arbeiten zu können, müssen wir stärker sensibilisieren. Gewalt zu Hause passiert zwar im Privatraum, aber diese Gewalt geht die Öffentlichkeit sehr wohl etwas an", betont SPÖ-Abgeordnete Karin Greiner heute, Donnerstag, im Nationalrat bei der Debatte zum Nationalen Aktionsplan zum Schutz von Frauen vor Gewalt. ****

Für Greiner muss diese Sensibilisierung schon im Kindesalter beginnen. "Genau dort werden die Grundsteine für ein selbstbestimmtes Leben gelegt. Es geht darum, PädagogInnen zu schulen und jenen Unterstützung zu bieten, die in Hilfsorganisationen tätig sind", so Greiner. Nur jede zehnte Frau nimmt nach Gewalterlebnissen medizinische Hilfe in Anspruch und nur jede fünfte eine Beratung oder Therapie. Hier müsse laut Greiner vermehrt aufgeklärt und die Existenz von Frauenhäusern und Gewaltschutzeinrichtungen beworben werden.

Österreichs Initiativen und Gewaltschutzeinrichtungen sind Vorbild für andere Länder. "Wir können internationale Zusammenarbeit stärken, die in diesem Bereich tätige internationale Organisationen unterstützen, Projekte im Rahmen bi- und multinationaler Kontakte umsetzen und die Projekte im Rahmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit stärken", argumentiert Greiner. Österreich unterstützt bereits UN Women, eine Organisation, die sich hauptsächlich der Gleichstellung der Geschlechter, Empowerment von Frauen und Gewaltschutz widmet.

Für Greiner ist es erfreulich, dass Frauenanliegen in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit so stark berücksichtigt werden. "Bestimmte Themen müssen wir aber noch genauer fokussieren", ergänzt die SPÖ-Abgeordnete. Österreich hat als eines der ersten Länder die Istanbul-Konvention unterschrieben und vieles ist im Regierungsprogramm verankert. "Die beschlossenen Maßnahmen sollen bis 2016 umgesetzt werden. 2017 wird ein Bericht übermittelt, daraus wird ersichtlich, was tatsächlich umgesetzt werden konnte", sagt Greiner. (Schluss) bj/bm/mp

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