Nationalrat - Wurm: Höheres Frauen-Pensionsantrittsalter schafft mehr Frauen-Arbeitslosigkeit und Armut

Frauen über 50 besonders gefährdet; Arbeitsmarkt schiebt Riegel vor

Wien (OTS/SK) - "Es ist bereits beschlossen, dass alle Frauen ab dem Jahr 2033 bis zum 65. Lebensjahr arbeiten werden," so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm in Bezugnahme auf den Antrag der NEOS betreffend einer sofortigen Anhebung des gesetzlichen Frauen-Pensionsantrittsalters. Es gebe triftige Gründe, warum dies nicht früher geschehen solle, wie beispielsweise der fließende Übergang vieler Frauen von der Arbeitslosigkeit zur Pension und das Desinteresse der Wirtschaft an älteren Frauen. ****

"Eine jetzige Anhebung des Frauen-Pensionsantrittsalters würde komplett an der Realität vieler Frauen vorbeigehen", kritisierte Wurm, denn "oft gehen Frauen aus der Arbeitslosigkeit in Pension". Die Zahl der arbeitslosen Frauen über 50 Jahre sei seit letztem Jahr um 30 Prozent auf 30.000 Frauen gestiegen. "Der Arbeitsmarkt schiebt genau diesen Frauen einen Riegel vor, und viele Unternehmen entledigen sich dieser Arbeitnehmerinnen".

Für Gisela Wurm sind eine Reihe von Voraussetzungen Grund genug, um eine vorgezogene Erhöhung des Frauen-Pensionsantrittsalters zu verhindern. "Die Gehaltsschere ist nach wie vor zu groß, denn Frauen verdienen um ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen, und nur ein Bruchteil von führenden Position ist in Frauenhand. Zudem sind Frauen armutsgefährdeter und erledigen zu zwei Drittel unbezahlte Arbeit. Zwei Drittel aller Frauen kümmert sich noch zusätzlich um die Pflege von Angehörigen", argumentierte Wurm. (Schluss) up/jr/mp

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