Nationalrat - Wurm zu "Aktionsplan gegen Gewalt": Prävention wird ausgebaut

SPÖ/ÖVP-Antrag fordert Schulung für LehrerInnen und SchulärztInnen zum Thema K.O.-Tropfen

Wien (OTS/SK) - Der "Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen" ist heute auf der Tagesordnung des Nationalrats. SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm, Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses, bezeichnete ihn als "gute Zusammenschau von 64 Maßnahmen aus allen Ressorts, die 2014 bis 2016 umgesetzt werden". Der Schwerpunkt des Aktionsplans liegt auf der Prävention. Weiters bringen SPÖ und ÖVP einen Antrag ein, der gezielte Schulungen zum Thema K.O.-Tropfen einfordert. ****

Österreich sei international Vorreiter in Sachen Gewaltschutz - "wir haben ein gutes Netz an entsprechenden Einrichtungen und viele Schutzgesetze". Der Aktionsplan zeige nun auf, "wo man Lücken schließen muss", speziell bei der Prävention. So beinhaltet der Aktionsplan zum Beispiel die laufende Kampagne "Gewaltfrei leben" oder auch einen Leitfaden zum Thema Gewalt für MitarbeiterInnen in Krankenhäusern. "Jede fünfte Frau wird in ihrem Leben mindestens einmal Opfer von Gewalt. Leider wissen die Österreicherinnen aber zuwenig über Hilfsangebote wie die Frauen-Helpline oder die femhelp.app". Ziel müsse sein, diese bekannter zu machen.

Im materiellen Strafrecht strebt die SPÖ eine Neubewertung von Delikten gegen Leib und Leben und die sexuelle Integrität an. "Es kann nicht sein, dass diese geringer gewertet werden als Vermögensdelikte", so die SPÖ-Abgeordnete.

Weiters informierte Wurm über einen Antrag von SPÖ und ÖVP zum Thema K.O.-Tropfen. Gefordert wird darin eine gezielte Schulung von SchulärztInnen und LehrerInnen, damit diese SchülerInnen über die Gefahren besser aufklären können. Auch die Familienministerin sollte bei dem Thema aktiv werden. (Schluss) bj/ah/mp

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