Vilimsky: EU-Forderung nach Sanktionen Serbiens gegen die russische Föderation ist glatte Erpressung

Die EU stellt Serbien vor eine unmögliche Wahl und lässt die innenpolitischen Probleme außen vor

Wien (OTS) - Die Forderung Johannes Hahns bei seinem Antrittsbesuch als EU-Erweiterungskommissar in Belgrad, dass sich Serbien an den EU-Sanktionen gegen Russland beteiligen müsse, stieß beim freiheitlichen Delegationsleiter im EU-Parlament und FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky auf heftige Kritik: "Die EU betreibt hier glatte Erpressung auf Kosten einer möglichen EU-Mitgliedschaft Serbiens, indem sie die wichtigen Beziehungen Serbiens zur russischen Föderation kappen will."

Obwohl der serbische Premierminister Vucic deutlich gemacht habe, sich keinen Sanktionen anschließen zu wollen, befürchtet Vilimsky, dass die EU den Beitritt Serbiens gerade am Standpunkt der serbischen Regierung in Fragen zu Russland messen werde. Für den freiheitlichen EU-Parlamentarier muss der Beitritt Serbiens nicht an dessen außenpolitischem Wirken, sondern vielmehr an der innenpolitischen Situation gemessen werden. Das Land habe schwerwiegende Probleme im rechtlichen Sektor und führe seit Jahren einen erbitterten Kampf gegen Korruption, Arbeitslosigkeit und Kriminalität.

"Die EU sollte bedenken, dass sowohl die EU als auch die russische Föderation wichtige Partner Serbiens sind. Entscheidend ist, dass man dem Land bei der Lösung seiner innenpolitischen Probleme hilft, um so einen möglichen EU-Beitritt zu gewährleisten", betonte Vilimsky.

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