AKV-Kukacka: AKV fordert Freigabe der Abstimmung zum Fortpflanzungsmedizingesetz im Nationalrat

Begutachtungsfrist soll verlängert werden!

Wien (OTS) - Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände Österreichs (AKV) unterstützt mit Nachdruck den Vorschlag die Abstimmung im ÖVP-Klub zum Fortpflanzungsmedizingesetz für ihre Abgeordneten frei zu geben. Es sei höchst notwendig bei ethischen Grundsatzfragen den einzelnen Abgeordneten volle Gewissensfreiheit zuzugestehen und auf jede Art von Klubzwang zu verzichten, stellte heute der AKV-Vorsitzender Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka zur laufender Diskussion fest. Im übrigen sollte es eine zu Aufhebung des Klubzwanges selbstverständlich für alle Abgeordneten und damit auch für die SPÖ Abgeordneten gelten.

Das Fortpflanzungsmedizingesetz regle grundlegende Fragen über die Machbarkeit menschlichen Lebens, aber nicht alles was "fortpflanzungstechnisch machbar" sei, sei auch ethisch vertretbar, führte Kukacka dazu aus. Deshalb müssten noch eine Reihe von kritischen Fragen zu den Konsequenzen dieses Gesetzes, vor allem zur gespalteten Elternschaft und zu den möglichen Selektionsmechanismen bei der Präimplantationsdiagnostik, gründlich und ohne unvertretbaren Zeitdruck geklärt werden. Man müsse alle diese Detailregelungen auf ihre ethische Problematik und ihre gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen umfassend diskutieren.

Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände Österreichs (AKV) halte deshalb die ungewöhnlich kurze Begutachtungsfrist von 14 Tagen für ungerechtfertigt und unsachlich. Sie sollte deshalb verlängert werden. Dies wäre ohne Probleme möglich, da das Gesetz ohnedies erst mit 01.04.2015 in Kraft treten soll, schloss Kukacka.

Rückfragen & Kontakt:

Staatssekretär a.D.
Mag. Helmut Kukacka
Tel.: +43-664-532 48 80

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKV0001