Heinisch-Hosek: Verbesserter Gewaltschutz durch den "Nationalen Aktionsplan zum Schutz der Frauen vor Gewalt"

NAP wurde einstimmig im Parlament zur Kenntnis genommen

Wien (OTS) - "Heute wurde im Parlament der Nationale Aktionsplan zum Schutz der Frauen vor Gewalt diskutiert", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die darauf verweist, dass die Diskussion im Vorfeld der "16 Tage gegen Gewalt" (25. November bis 10. Dezember) wichtig und richtig sei.

"Wenn Gewalt angewendet wird, darf sich der Staat und die Gesellschaft nicht verschließen. Gewalt gegen Frauen, auch in der Familie, ist keine Privatangelegenheit mehr", so Heinisch-Hosek, die daran erinnert, dass Österreich bereits ein gutes und dichtes Netz an Gewaltschutzeinrichtungen hat, der Gewaltschutz aber stetig ausgebaut werden muss.

"Deshalb ist der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt eine so wichtige Maßnahmen, um den Gewaltschutz weiter auszubauen", so Heinisch-Hosek.

Der Aktionsplan umfasst 64 geplante Maßnahmen, davon 33 Maßnahmen des BMBF.

Der NAP folgt der Struktur der Istanbul-Konvention und enthält die im Zeitraum 2014 bis 2016 geplanten Aktivitäten
* zur Koordination von politischen Maßnahmen
* zur Prävention von Gewalt gegen Frauen
* zum Schutz und zur Unterstützung von Opfern
* rechtliche Vorhaben
* Vorhaben im Bereich der Ermittlungen, Strafverfolgung, des Verfahrensrechts und von Schutzmaßnahmen
* zur (europäischen und) internationalen Zusammenarbeit.

Ein wichtiger Bestandteil des NAP ist die großangelegte Kampagne "GewaltFREI leben", die u.a. österreichweit zahlreiche Workshops mit Jugendlichen durchführt und auf Beratungsangebote und Hilfseinrichtungen aufmerksam macht. Die großangelegte Kampagne wird gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Frauen finanziert (Gesamtbudget von 400.000 Euro, davon 80% EU-Anteil, 20% BMBF Anteil) und vom Frauenministerium koordiniert. Durchgeführt wird die Kampagne vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser in Kooperation mit der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie und der Bundesjugendvertretung.

Die Ministerin verweist in ihrer Rede weiters darauf, wie wichtig auch die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich sei. So passierte letzte Woche die Europäische Schutzanordnung den Ministerrat. Ziel dieser Anordnung ist, dass auf Antrag des Opfers, Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt, wie zum Beispiel ein Kontaktverbot, auch bei einem Umzug innerhalb der EU vollstreckt werden können.

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Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin
Tel.: +43-1-53120-5025
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