Schittenhelm: Instrument Nationaler Aktionsplan stärkt Schutz vor gender-spezifischer und häuslicher Gewalt

ÖVP-Frauensprecherin: Koordination von politischen Maßnahmen zur Gewaltprävention und Opferschutz

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Gewalt gegen Frauen ist auch in Österreich präsent. Frauen aller sozialen Schichten sind mit Gewalt konfrontiert. Da Gewalt vorwiegend von Menschen aus dem sozialen Umfeld praktiziert wird, ist es besonders schwierig, diese zu eliminieren", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Frauensprecherin Abg. Dorothea Schittenhelm anlässlich der Debatte über den Nationalen Aktionsplan (NAP) zum Schutz von Frauen vor Gewalt im Nationalrat.

20 Prozent der Frauen haben seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Alleine in Österreich werden die Kosten häuslicher Gewalt auf 78,36 Millionen Euro jährlich geschätzt. Österreich verfügt über ein dichtes Netz an Opferschutzeinrichtungen, welche durch gezielte Koordination einer höheren Anzahl von Frauen Schutz gewähren können.

"Es ist wichtig, die politischen Maßnahmen zu bündeln und schließlich in Form von Information und Sensibilisierung gegen Gewalt an Frauen vorzugehen. Oftmals sind die Opfer nicht darüber informiert, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen, um der Gewalt zu entfliehen. Dem wird durch gezielte Information und Koordination von politischen Maßnahmen zum Schutz der Opfer entgegengewirkt. Bei all den Maßnahmen, die schon gesetzt wurden, braucht es nach wie vor die Sensibilisierung der Bevölkerung und den Mut, Missstände nicht nur aufzuzeigen, sondern anzuzeigen", so Schittenhelm.

Der Nationale Aktionsplan zum Schutz von Frauen vor Gewalt beinhaltet alle geplanten Aktivitäten zur Koordination von politischen Maßnahmen im Zeitraum von 2014 bis 2016 und dient der Prävention von Gewalt und dem Opferschutz. Des Weiteren wurden darin rechtliche Maßnahmen zur Ermittlung, Strafverfolgung und zum Verfahrensrecht festgesetzt. Darüber hinaus wurden ebenso Maßnahmen im Bereich der europäischen sowie internationalen Zusammenarbeit erarbeitet. Anlass für die Beschlussfassung des NAP im August 2014 war die am 1. August in Kraft getretene Istanbul-Konvention, die unter anderem auch von Österreich ratifiziert worden ist.

"Österreichs Gewaltschutzgesetze waren bereits in der Vergangenheit Vorbild für andere Staaten. Durch die Weiterentwicklung und Koordinierung von Maßnahmen wird Österreich auch in Zukunft eine Vorreiterrolle einnehmen und die Aktivitäten anderer Staaten positiv beeinflussen", betonte Schittenhelm abschließend.
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