Nationalrat - Vogl: Kurzarbeit hält top ausgebildete ArbeitnehmerInnen am Arbeitsplatz

Vogl skeptisch gegenüber Arbeitszeitkonten

Wien (OTS/SK) - "Kurzarbeit dient dazu, Menschen in Beschäftigung zu halten. ArbeitnehmerInnen gehen nicht in Kurzarbeit, weil es ihnen an Flexibilität fehlt oder weil es keine Zeitkonten gibt. Zeitkonten sind sehr wohl vorhanden, aber wenn diese nicht mehr ausreichen, ist das Instrument Kurzarbeit notwendig. Denn es dient dazu, top ausgebildete FacharbeiterInnen am Arbeitsplatz zu halten", fasst SPÖ-Abgeordneter Markus Vogl heute, Donnerstag, im Zuge der Nationalratsdebatte um das Sozialrechts-Änderungsgesetz zusammen. Es sei auch im Interesse der ArbeitgeberInnen, das Know-How dieser Menschen nicht zu verlieren. ****

In der Debatte verweist Vogl auf das Beispiel Polen, wo es keine Arbeitszeitflexibilität bei den ArbeitnehmerInnen und keine Kurzarbeit gibt. "In Polen werden die ArbeitnehmerInnen unbezahlt nach Hause geschickt oder gekündigt, wenn die Auftragslage schlecht ist", macht Vogl deutlich. Das dürfe kein Modell für Österreich sein.

Vogl äußert sich skeptisch gegenüber dem Modell Arbeitszeitkonto, da es dabei zu wenig um Absicherung von ArbeitnehmerInnen gehe. Abschließend fordert er: "Wir müssen stärker über die Gegenleistungen für ArbeitnehmerInnen reden. Denn wenn Gewerkschaften verhandeln und über Arbeitsplatzsicherheit reden, dann wird hier oft keine Garantie gegeben." (Schluss) eg/kg/mp

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