Apollonia 2020 sorgt für kontinuierliche Verbesserung der Zahngesundheit

54 Prozent der Sechsjährigen sind bereits kariesfrei

St. Pölten, (OTS/SPI) - Seit dem Jahr 2001 arbeiten das Land Niederösterreich, die NÖ Gebietskrankenkasse und die NÖ ZahnärztInnen im Rahmen des Gesundheitsprojekts "Apollonia 2020" zusammen, um den Kariesbefall von Kindern in Niederösterreich deutlich zu reduzieren. Gemeinsam mit dem Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse, KR Gerhard Hutter, und Obfrau-Stellvertreter des Arbeitskreises für zahnärztliche Vorsorgemedizin, Dr. Engelbert Wagner, informierte heute, Donnerstag, NÖ Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch bei einer Pressekonferenz über aktuelle Erfolge des Programms.

ZahnärztInnen und speziell ausgebildete Zahngesundheitserzieherinnen besuchen im Zuge der Aktion Kindergärten und Schulen, um allen Kindern von zweieinhalb bis zehn Jahren auf spielerische Weise zu zeigen, wie Zähne am besten geputzt werden und was Zähne krank macht. "Die Zähne unserer Jüngsten werden durch die Aufklärungsarbeit immer gesünder. Derzeit sind bereits 54,5 Prozent der Sechsjährigen kariesfrei. Das sind um 15 Prozent mehr als vor zehn Jahren und die Kurve zeigt nach oben", freut sich NÖ Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch über die Entwicklung.

Erst im Sommer wurde ein neuer Vertrag zwischen den drei Vertragspartnern ausverhandelt und auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Dabei wurden fixe Beträge pro betreutes Kind festgelegt, die je zur Hälfte vom Land und von den Krankenversicherungsträgern übernommen werden. Für das Schuljahr 2014/15 konnte dadurch ein Gesamtbetrag von 1,7 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden. "Dass sich unsere Bemühungen als NÖGKK mit Partnern lohnt, zeigt der Österreich-Vergleich: Beim Anteil der kariesfreien Kinder liegen wir bundesweit über dem Durchschnitt. In Niederösterreich gibt es besonders wenige Kinder mit Kariesbehandlungsbedarf. Dem entsprechend liegen wir auf gutem Weg, das WHO-Ziel 2020 zu erreichen", so KR Gerhard Hutter.

Laut Weltgesundheitsorganisation sollen 80 Prozent der sechsjährigen Kinder bis ins Jahr 2020 kariesfrei sein. Dafür bedarf es trotz der erfreulichen Ergebnisse aber weiterer Arbeit. Besonders schwerwiegend ist nach wie vor die Tatsache, dass fast 20 Prozent der dreijährigen Kinder eine oder mehrere kariöse Läsionen aufweisen. Zwar ist auch hier ein Rückgang zu beobachten, denn zu Beginn des Projektes hatten noch rund ein Drittel aller Dreijährigen, die in den Kindergarten kamen, kariöse Zähne, dennoch muss künftig besonderes Augenmerk auf die Zahn- und Mundpflege im Babyalter gelegt werden. "Um den laufenden Bemühungen in der Prophylaxe zusätzliche Unterstützung zu geben und früheste Fehler in der Zahn- und Mundhygiene zu vermeiden, sollte eine zahnärztliche Untersuchung bereits in den Mutter-Kind-Pass aufgenommen werden", so Androsch.

"Es zeigt sich eine kontinuierliche Verbesserung des Zahnstatus", unterstreicht Dr. Engelbert Wagner. Weniger Karies, weniger Schmerzen, ein positives Zahnbewusstsein, weniger Angst vor dem Zahnarzt und eine Verringerung der Kosten für Zahnreparaturen seien die erfreulichen Folgen. Dazu käme der Vorsorgefaktor für die Gesamtgesundheit durch weniger "beherdete" Zähne. Vergessen dürfe auch nicht auf die Folgewirkungen fürs Erwachsenenleben werden, meint Wagner. "Schöne Zähne" seien im Privaten wie im Beruflichen mitentscheidend für ein glückliches Leben, so Wagner: "Die positiven Effekte von Apollonia 2020 sind unübersehbar."
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