Stöger: Flächendeckende Versorgung mit ultraschnellem Internet rasch vorantreiben

"Breitbandausbau schafft Arbeitsplätze, verhindert Abwanderung" - technologieneutrale Ausschreibung beginnt 2015

Wien (OTS/SK) - Infrastrukturminister Alois Stöger hat heute, Donnerstag, zu den nächsten Schritten in Sachen Breitbandausbau Stellung bezogen. "Alle zwei Jahre verdoppelt sich die verbrauchte Datenmenge, das ist eine enorme Herausforderung für die Infrastruktur", betonte der Minister. Noch immer seien 30 Prozent der Bevölkerung nicht mit Hochleistungsinternet versorgt. Der Breitbandausbau soll daher rasch vorangetrieben werden, bis 2020 soll Österreich flächendeckend über Highspeed-Internet verfügen. 300 Mio. Euro aus der Breitbandmilliarde wurden daher vorgezogen, die Ausschreibung beginnt 2015 und wird "technologieneutral" erfolgen, betonte Stöger. ****

Die Eckpunkte des Masterplans zur Breitbandförderung stehen bereits, darauf aufbauend werden derzeit konkrete Förderprogramme erarbeitet. Ab 2015 erfolgt die erste von drei Ausschreibungsphasen. "Wichtig ist, dass diese technologieneutral erfolgt, dass also alle Technologien - ob mobil oder Festnetz - gleichwertig behandelt werden", sagte Stöger. Alle der rund 400 Unternehmen in Österreich, die im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie tätig sind, können sich bewerben. Am Ende der ersten Phase wird evaluiert. Das Hauptkriterium für den Zuschlag lautet: "Wer kann in welcher Region am besten dafür sorgen, dass die Menschen schnellstmöglich mit Hochleistungsinternet versorgt werden?" Auch kleinere Unternehmen hätten gute Chancen, die Versorgung eines bestimmten Gebietes zu übernehmen. Um die Gebiete zu erschließen, die trotzt Förderung nicht von der Industrie versorgt werden können, gibt es zudem eine sogenannte "Maulwurfprämie", die zusätzliche Unterstützung auf regionaler Ebene gibt.

Für den Infrastrukturminister ist die Schließung der "digitalen Kluft" ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. "Der Breitbandausbau schafft Arbeitsplätze und verhindert dadurch Abwanderung aus ländlichen Gebieten", unterstrich Stöger. Es sei zudem eine Frage der Gerechtigkeit, "dass alle Menschen Zugang zu Informationsquellen haben". (Schluss)sc/bj

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