KO Hirz: Ausschuss:Die Schule des 21.Jahrhunderts ist keine Strafanstalt sondern ein Lern- und Lebensraum

Grüne OÖ lehnen im Ausschuss FPÖ-Strafantrag für Schulen ab -Pläne von FPÖ OÖ und Enzenhofer sind pure Retro-Bildungspolitik

Linz (OTS) - "Zurück zu Strafen an den Schulen heißt zurück in die Vergangenheit. Das ist pure Retrobildungspolitik und definitiv die falsche Herangehensweise. Denn die Schule des 21. Jahrhunderts ist keine Strafanstalt, sondern ein Lern- und Lebensraum". Mit klaren Worten kommentiert der Klubobmann und Bildungssprecher der Grünen OÖ, LAbg. Gottfried Hirz den Antrag der FPÖ im heutigen Landtagsausschuss auf Änderung des Schulunterrichtsgesetzes, der von den Grünen klar abgelehnt worden ist. In diesem Antrag fordert die FPÖ Sanktionsmöglichkeiten und härtere Disziplinierungsmaßnahmen für SchülerInnen und befindet sich damit in trauter Einigkeit mit OÖ. Landesschulratspräsiden Enzenhofer.

Hirz: "Dieser Retro-Weg kommt für uns Grüne nicht in Frage. Wir stehen für eine Schulkultur der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts. Natürlich brauchen Kinder Grenzen - und wenn nötig auch Konsequenzen. Diese können auch jetzt schon gesetzt werden. Aber bei jeder Erziehungsarbeit an der Schule geht es vor allem um eine intakte Beziehung zwischen LehrerInnen und SchülerInnen, um ein konstruktives Miteinander"

Zweifellos gibt es immer wieder heikle Situationen in den Klassen. Selbstverständlich dürfen PädagogInnen mit derartigen Problemsituationen nicht alleine gelassen werden. "Hier ist eindeutig die Schulbehörde mit LSP Enzenhofer an der Spitze gefordert, eingreifen. Die Schulbehörde muss PädagogInnen in solchen schwierigen Situationen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen, natürlich auch rechtlich", fordert Hirz.

Dem schließt sich auch Franz Kaiser, Stv. Obmann der Grünen PädagogInnen vorbehaltlos an. "Wir LehrerInnen wissen sehr gut, wie man die Herausforderungen in den Klassen, in den Schulen pädagogisch adäquat meistert. Für besonders schwierige Fälle, die es mit Sicherheit gibt, benötigen wir Unterstützung durch SchulpsychologInnen, BetreuungslehrerInnen, SozialarbeiterInnen, die unbürokratisch und rasch den KollegInnen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Je früher solche Hilfen einsetzen desto effizienter ist die positive Wirkung".

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