25 Jahre Kinderrechtskonvention: Kindergarten-Kinder im Parlament

Bures und Blatnik: "Auch in Österreich sind wir nach wie vor gefordert"

Wien (PK) - Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete vor genau 25 Jahren, am 20. November 1989, die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Kinder wurden damit unmissverständlich als TrägerInnen eigener Rechte definiert. Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Kinderrechte, der an diese Geburtsstunde erinnert, haben Nationalratspräsidentin Doris Bures und Bundesratspräsidentin Ana Blatnik heute eine Delegation der Österreichischen Kinderfreunde in der Säulenhalle des Parlaments empfangen. In Begleitung von Kinderfreunde-Bundesvorsitzenden, Stadtrat Christian Oxonitsch, und dem Vorsitzenden der Wiener Kinderfreunde, Franz Prokop, sind 20 Kindergarten-Kinder ins Parlament gekommen und haben den beiden Präsidentinnen ihre Forderungen und eine Kinderrechte-Geburtstagstorte überreicht -stellvertretend für alle Kinder Österreichs.

Nationalratspräsidentin Doris Bures hat sich über diesen "seltenen aber hohen Besuch" sehr gefreut und erklärt: "Auch wenn in Österreich heute der Großteil der Kinder in positiver Umgebung lebt, sind wir nach wie vor gefordert. Wir müssen daran arbeiten, allen Kindern die gleichen Startbedingungen zu ermöglichen. Unabhängig von der sozialen Herkunft sollen alle Mädchen und Buben gleiche Entfaltungsmöglichkeiten und Bildungschancen vorfinden. Denn jedes Kind ist gleich viel wert. Kinderarmut, Ausgrenzung, Benachteiligung und Gewalt an Kindern dürfen niemals hingenommen werden."

"25 Jahre Kinderrechtskonvention sind ein Anlass, über alle Bereiche nachzudenken, in welchen die Stimmen der Kleinsten noch immer ungehört verhallen. Das beginnt für mich beim Schutz vor Gewalt und endet bei einem Leben ohne Existenzsorgen, ohne Hunger, ohne im Winter frieren zu müssen", betont Bundesratspräsidentin Ana Blatnik. Österreich habe die Kinderrechtskonvention ratifiziert und sogar einige Artikel in der Bundesverfassung festgeschrieben. Es brauche aber nach wie vor jede Anstrengung, allen Kinderrechten gerecht zu werden. Auch in Österreich müssten laut Armutskonferenz Tausende Kinder und Jugendliche unter Sozialhilfebedingungen leben, so Blatnik, die sich für einen eigenen Ausschuss ausspricht, der sich mit Kinderschutz und Kinderrechten befassen soll.
(Schluss) red

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