GLOBAL 2000: Wo bleibt Österreichs Beitrag für den Green Climate Fund?

Pledging-Konferenz in Berlin geht ohne österreichische Finanzierungszusage zu Ende.

Wien/Berlin (OTS) - Heute endet die zweitägige "Pledging-Konferenz" für den Green Climate Fund in Berlin. Bereits 2010 wurde in Cancun beschlossen, den Fonds einzurichten, um Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen. Bis 2020 sollen 100 Milliarden US-$ mobilisiert werden, so der Beschluss. Bei der Konferenz in Berlin war es das Ziel zumindest eine Kapitalisierung von 10 Mrd. US-$ zu erreichen. GLOBAL 2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller appelliert an die österreichische Regierung: "Österreich muss seinen fairen Beitrag zum Green Climate Fund leisten. Umweltminister Andrä Rupprechter und Finanzminister Hans Jörg Schelling dürfen nicht untätig danebenstehen, wenn arme Länder, die vom Klimawandel betroffen sind, unsere Unterstützung brauchen."

Bis dato sind Finanzierungszusagen aus Deutschland (1 Mrd. US-$), Frankreich (1 Mrd. US-$), den USA (3 Mrd. US-$), Japan (1,5 Mrd. US-$), Südkorea (100 Mio US-$), Schweden (550 Mio US-$), Dänemark (70 Mio. US-$), der Schweiz (100 Mio. US-$), den Niederlanden (100 Mio. Euro), Tschechien (5,5 Mio. US-$), Norwegen (33 Mio. US-$), Luxemburg (6,8 Mio. US-$) und Mexiko (10 Mio. US-$) eingegangen. "Selbst ärmere Länder als Österreich, wie Mexiko und Südkorea, beteiligen sich bereits am Fonds und helfen damit Millionen Menschen, die unter den Folgen der heraufziehenden Klimakrise leiden. Wir appellieren an Umweltminister Andrä Rupprechter und Finanzminister Hans Jörg Schelling, in einem ersten Schritt mindestens 100 Mio. EUR für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung zu stellen."

GLOBAL 2000 weist darauf hin, dass selbst 10 Milliarden US-$ für den Fonds nur ein kleiner Beitrag sind. Damit ist man noch weit davon entfernt, in Summe 100 Milliarden US-$ an Hilfsgeldern bis 2020 aufzubringen. Die noch bevorstehenden Schäden des Klimawandels würden dazu selbst diese Summe um ein Vielfaches übersteigen. Industrienationen wie Österreich tragen Verantwortung für die Schäden, die durch die CO2-Emissionen in der Vergangenheit und der Gegenwart entstehen: "Es geht hier nicht um Almosen, sondern um Verantwortung für die Folgen unserer CO2-Emissionen gegenüber jenen Ländern, die zu arm sind, um in Klimaschutz zu investieren oder sich gegen die Folgen zu wappnen. Diese Verantwortung muss auch die österreichische Regierung wahrnehmen", so Wahlmüller abschließend.

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