VKI: Skihelme mit integriertem Visier - noch nicht ganz überzeugend

Trotz Verbesserungsbedarf: Interessante Alternative zu Skibrille und Helm

Wien (OTS/VKI) - Skihelme mit integriertem Visier bieten vor allem Brillenträgern einige Vorteile: Es entstehen weniger Druckstellen und das Beschlagen der optischen Gläser ist kaum ein Problem. Sieben Modelle zwischen 150 und 400 Euro hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) rechtzeitig zum Start der Wintersaison genauer unter die Lupe genommen. Das Resultat: Alle Helme bestanden zwar die technische Prüfung. Bei den Details gibt es aber da und dort Verbesserungsbedarf. Als Schwachstelle erwiesen sich insbesondere die zu hohe Reißfestigkeit einiger Helmriemen und die relativ empfindlichen Beschichtungen der Visiere. Bei der praktischen Prüfung konnten alle getesteten Helme punkten. Im Gesamturteil bedeutete dies für zwei Modelle ein "gut", für fünf weitere ein "durchschnittlich". Sämtliche Ergebnisse gibt es in der Dezemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und unter www.konsument.at.

Im Praxistest beurteilten sechs Personen Komfort und Handling der Helme auf der Piste. Im Labor dagegen mussten die Modelle ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellen. Die Prüfung auf Durchdringungsfestigkeit meisterten dabei alle geprüften Helme gut, Unterschiede gab es bei anderen Kriterien: Beim Test auf Stoßfestigkeit etwa, bei dem ein Sturz auf harter Piste simuliert wird, schnitt lediglich der SPEQ SP-319 "gut" ab.

In der technischen Gesamtbeurteilung erhielt die Mehrheit der Modelle letztlich eine "durchschnittliche" Bewertung. Grund dafür waren unter anderem die Beschichtungen der Visiere, die relativ leicht zerkratzen sowie die Haltesysteme der Helme von Bollé, Cratoni und HMR, die bei Belastung im Vergleich zu anderen Testkandidaten spät auslösen.

Wer einen Helm kauft, bekommt nur ein einziges Visier. Möchte man ein Wechselvisier, so kostet das je nach Hersteller ab 30 Euro aufwärts. Beim Helm von Uvex sind es sogar bis zu 160 Euro.

Tipps des VKI-Testmagazins KONSUMENT

  • Vor einem Kauf den Helm sorgfältig Probe tragen.
  • Den Helm niemals mit dem Visier nach unten ablegen. Auch mit den Handschuhen nicht über die empfindliche Oberfläche streichen - es besteht akute Kratzergefahr durch Reißverschlüsse und harte Kanten.
  • Wie alle Helme muss auch der Visierhelm regelmäßig auf Beschädigungen kontrolliert werden. Kleine Kratzer sind kein Problem. Nach einem Sturz oder stärkeren Aufprall kann die Schutzwirkung aber sehr wohl beeinträchtigt sein. In diesem Fall sollte der Helm unbedingt getauscht werden.

SERVICE: Den ausführlichen Test zu Skihelmen mit integriertem Visier gibt es ab Do, den 20.11. in der Dezemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und unter www.konsument.at.

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Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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