Willi: ÖAMTC bei Tempo 100 erneut nicht auf der Höhe der Zeit

Grüne: Interessenvertretung geht auch ohne Halbwahrheiten

Wien (OTS) - "Es ist dem Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung natürlich unbenommen, in 1970er-Manier die Sache der 'Kraftfahrer' zu vertreten - auch wenn diese einseitig umwelt- und gesundheitsvergessene Haltung von sehr vielen heutigen ÖAMTC-Mitgliedern längst nicht mehr geteilt wird. Aber deswegen müsste der ÖAMTC in der Tempo-100-Debatte nicht schon wieder mit Halbwahrheiten operieren", kritisiert Georg Willi, Verkehrssprecher der Grünen.

"Schon Ende Juni behauptete der ÖAMTC zum selben Thema, dass LKW wegen Tempo 100 auf die Landstraßen wechseln würden - in Wirklichkeit gilt für LKW hier wie dort Tempo 80. Heute nun behauptet die ÖAMTC-Spitze, dass Benziner keine NOx-Emissionen verursachen. Das ist aber schon längst überholt - die immer stärker verbreitete Direkteinspritzer-Technik beim Benziner hat ähnliche NOx-Probleme zur Folge wie beim Diesel. Sollten die einschlägigen Erkenntnisse, die der deutsche ÖAMTC-Schwesterverein ADAC seit Jahren zitiert, in der ÖAMTC-Zentrale wirklich nicht bekannt sein? Mit derartigen Aussagen disqualifiziert sich die ÖAMTC-Spitze als ernstzunehmender verkehrspolitischer Akteur. Es braucht dringend wirksame Schritte zur Reduktion der gesundheitsgefährdenden und EU-widrig hohen Schadstoffbelastung, und Tempo 100 auf der Inntalautobahn ist ein wichtiger solcher Schritt", sagt Willi.

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