Industrie zu Standortdebatte im Parlament: Grüne Retro-Sicht der Industrie

IV-GS Neumayer: Heimische Industrie Treiber einer nachhaltigen Standortpolitik - Politische Profilierungsversuche wenig konstruktiv - Grüne noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen

Wien (OTS/PdI) - "Internationale Leitbetriebe sind das Herzstück der innovativen Industrie und Volkswirtschaft. Jeder Leitbetrieb ist in Österreich mit 900-1.000 KMU verbunden. Durch die rund 300 in Österreich ansässigen internationalen Leitbetriebe wird durchschnittlich das Zwei- bis Dreifache der eigenen Produktion, Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in der Volkswirtschaft gesichert. Manche bei den Grünen haben aber offensichtlich nach wie eine Retro-Sicht der Industrie. Dies ist im 21. Jahrhundert bedenklich", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer zur heutigen Standortdebatte im Parlament. Allein 33 ausgewählte weltmarkführende Leitbetriebe stünden direkt und indirekt für über 200.000 Jobs und eine Wertschöpfung von knapp 15 Milliarden Euro. Die Bundesregierung hatte die Erarbeitung der "Standortstrategie Leitbetriebe" im Regierungsprogramm verankert. "Auf Initiative des Wirtschaftsministeriums haben zahlreiche CEOs von Leitbetrieben - begleitet von Experten und Vertretern aus der Wissenschaft - Vorschläge eingebracht. Leitbetriebe sind dem permanenten internationalen und auch konzerninternen Wettbewerb ausgesetzt. Die Argumentation von grüner Seite ist polemisch und abzulehnen", so Neumayer.

"Meint man die 'Re-Industrialisierung' tatsächlich ernst, müssen wir eine proaktive Standortpolitik forcieren. International tätige Konzerne müssen wieder ermutigt werden, in ihre Standorte in Österreich zu investieren, denn Re-Industrialisierung ist nur über Leitbetriebe möglich", betonte der Generalsekretär. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner habe durch die Lancierung der Standortstrategie die richtigen Weichen gestellt. Höchste Priorität müsse daher nun die zügige Umsetzung der vorliegende "Standortstrategie für Leitbetriebe" als Kernprojekt der Bundesregierung haben.

Die Vorhaltung der Grünen, die Industrie spreche sich für "billige, dreckige Energie" aus, stoße bei der Industrie auf völliges Unverständnis. Es seien vielmehr gerade die österreichischen Unternehmen, die dem Thema Energie höchste Bedeutung beimessen. "Die heimischen Unternehmen produzieren mit höchster Effizienz und ermöglichen mit Ihren Produkten erst den Umbau des Energiesystems", so Neumayer. Einmal mehr wies der IV-Generalsekretär zudem auf die "dramatischen Energiepreisunterschiede" zwischen der EU und anderen Teilen der Welt hin. Zu ignorieren, dass Unternehmen solch massive Standortunterschiede in ihre Investitionsentscheidungen mit einfließen lassen, zeuge von "einem krassen ökonomischen Unverständnis bei den Grünen", betonte Neumayer.

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