Mückstein: Besorgniserregende Einsparungen bei Versorgung von SchmerzpatientInnen

Grüne bringen Anträge zur Verbesserungen im Bereich Schmerztherapie ein

Wien (OTS) - Noch immer werden belastende chronische Schmerzen unterschiedlicher Ursache in ihrer Dimension häufig unterschätzt, sind oft unterdiagnostiziert und unterbehandelt. Sie belasten das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft mit den Folgekosten von fehlender oder nicht angemessener Behandlung.
"Die Behandlung von Schmerzen als eigenständiges Krankheitsbild ist nach wie vor nicht in den Leistungskatalogen der Krankenkassen vorgesehen", sagt die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein, und weiter: "Es gibt nur wenige ambulante und stationäre schmerztherapeutische Einrichtungen".

Fachleute der Österreichischen Schmerzgesellschaft beklagen massive Einsparungen auf dem Gebiet der Schmerztherapie.
"Schmerzdienste in Krankenhäusern wurden abgeschafft und Schmerzambulanzen geschlossen ohne neue Strukturen zu schaffen, das ist gesundheitspolitisch äußerst kurzsichtig", kritisiert Mückstein.

Neue innovative Schmerzmedikamente werden von den Krankenkassen nur nach bürokratischem Hürdenlauf bezahlt.
"Am Ende der letzten Gesetzgebungsperiode wurde einstimmig beschlossen, dass der Oberste Sanitätsrat gemeinsam mit den Fachgesellschaften eine Bundesqualitätsleitlinie für die Versorgung von SchmerzpatientInnen erarbeiten soll.
Passiert ist bis jetzt jedoch gar nichts", hält Mückstein fest.

Die Grünen bringen diese Wochen zwei Entschließungsanträge ein, die sich mit dem Thema befassen. Gefordert wird eine Bundesqualitätsleitlinie für die Versorgung von SchmerzpatientInnen durch den Obersten Sanitätsrat und die Fachgesellschaften sowie eine Verbesserung der stationären Versorgung von SchmerzpatientInnen. Insbesondere sollen speziell der Behandlung chronischer (nicht-onkologischer) SchmerzpatientInnen gewidmete Betten bzw. ganze Stationen in qualifizierten Schmerzzentren eingerichtet werden.

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