Stronach/Lugar: Deflation ist nicht der Feind

Staat finanziert sich durch Inflation, zu Lasten der Bürger und Betriebe

Wien (OTS) - "Immer mehr Menschen haben heute das Gefühl, dass es früher einfacher war, mit dem monatlichen Einkommen das Auslangen zu finden. Da war es ausreichend, wenn nur ein Partner ein Einkommen hatte. Heute arbeiten beide und es geht sich trotzdem nicht aus. Allein Miete und Betriebskosten beanspruchen fast die Hälfte des Gesamteinkommens", lieferte Team Stronach Finanzsprecher Robert Lugar in der Aktuellen Europastunde im Nationalrat ein Stimmungsbild der österreichischen Bevölkerung. Grund für die mangelnde Kaufkraft sei in erster Linie die Inflation. "Diese ist wie eine Krankheit, doch in diesem Fall eine bewusst gemachte Krankheit", machte Lugar aufmerksam, denn sie werde "von unserem Geldsystem gemacht und auch politisch unterstützt." Die Deflation hingegen sei nicht böse, sofern man sie im Griff habe.

"Die Inflation wirkt wie eine Extrasteuer", zu Lasten der Bürger und der kleinen Betriebe, so Lugar: "20 Milliarden Euro wandern jedes Jahr aus den Taschen der Österreicher; aber nicht zum Staat, dieser ist nur Teilhaber dieses Umverteilungswahnsinns; es wandert zu den Banken, die vom Staat die Legitimation haben, aus dem Nichts Geld zu schöpfen", sagte Lugar. Die Banken erzwingen durch die Geldschöpfung Inflation, die EZB unterstütze diese und die Regierung freue sich, weil "sie bei diesem Betrug mitbeteiligt ist zu einem kleinen Prozentsatz."

Die Inflation sei für niemanden gut, schon gar nicht für die Bürger, für die sogar die Dinge des täglichen Lebens teurer werden, kritisierte Lugar. Hingegen ist "die Deflation nicht böse, sofern man sie im Griff hat, denn dann werden die Dinge billiger." Auch für die Wirtschaft sei die Deflation kein Nachteil, wie immer behauptet, erklärte Lugar anhand folgenden Beispiels: "In drei Wochen kommt das neue Samsung Galaxy auf den Markt, es kostet dann ca. 700 Euro; in einem Jahr nur mehr 250 Euro. Kein Problem für Samsung, denn am meisten verkauft das Unternehmen jetzt und nicht in einem Jahr." Niemand in der Wirtschaft werde wegen 1 bis 2 Prozent Deflation mit Investitionen warten, betonte Lugar.

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