Handwerkerbonus großer Erfolg - Vorgriff auf Fördermittel 2015 nötig!

Enorme Nachfrage nach Modernisierung von Wohnraum - WKÖ-Präsident Leitl fordert gesetzliche Änderung, damit es zu keiner Förderunterbrechung kommt

Wien (OTS/PWK813) - Mehr als vier Monate gibt es nun den Handwerkerbonus, mit dem Arbeitsleistungen rund um Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von Wohnraum gefördert werden. Mit dem heutigen Datum sind die bis Ende 2014 vorgesehenen Fördermittel in der Höhe von 10 Mio. Euro jedoch bereits ausgeschöpft. "Der Handwerkerbonus ist bei den Konsumenten und Konsumentinnen ein großer Erfolg. Und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein positiver Anreiz, der Arbeitsplätze sichert und Pfusch zurückdrängt. Die große Nachfrage zeigt, wie gut der Handwerkerbonus angelaufen ist und wie wichtig diese Maßnahme sowohl für die Bevölkerung als auch für die Wirtschaft ist", betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich.

Vorgriff auf Fördermittel 2015 notwendig

Seit 1. Juli 2014 ist das "Bundesgesetz über die Förderung von Handwerkerleistungen" anwendbar. Mit dem Handwerkerbonus erhalten Privatpersonen eine Förderung von bis zu 600 Euro für Arbeitsleistungen, die von Handwerkern und befugten Gewerbetreibenden erbracht werden. Für heuer stellte die österreichische Bundesregierung 10 Mio. Euro zur Verfügung, 2015 sind weitere 20 Mio. Euro budgetiert. "Um eine Enttäuschung von Kunden zu vermeiden, schlägt die Wirtschaftskammer vor, per Gesetz einen Vorgriff auf die künftigen Fördermittel zu ermöglichen. Damit können wir einen Förderstopp verhindern und belasten das Budget nicht", fordert Leitl.

Immerhin ist der Handwerkerbonus ein deutliches Signal zur Konjunkturbelebung und ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Schwarzarbeit. Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass auf diese Weise Pfusch wirksam vermindert wird. Davon profitieren vor allem Klein- und Mittelbetriebe - durch vermehrte Aufträge - aber auch ihre Kunden durch eine Entlastung bei den Arbeitszeitkosten. Zudem profitiert der Fiskus davon, weil sich die Fördermaßnahme durch ein erhöhtes Steueraufkommen gegenfinanziert. In Zeiten der Stagnation handelt es sich also um eine win-win-Situation für alle Seiten. WKÖ-Präsident Leitl: "Die bisherige Entwicklung zeigt, dass der Handwerkerbonus gut angenommen wird. Nach einer Evaluierung über die Auswirkungen sollte dann im kommenden Jahr über eine unbefristete Verlängerung dieses Förderinstruments verhandelt werden, damit der Handwerkerbonus auch nach 2015 weitergeführt werden kann." (KR)

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