Ein Rehabilitationszentrum für den Standort Hörndlwald

Sanfte Nutzung auch im Interesse der AnrainerInnen

Wien (OTS) - Das Immobilienmanagement der Stadt Wien (MA 69) bemühte sich intensiv das Gebiet des Hörndlwalds in Hietzing einer Nutzung zuzuführen, die sowohl im Interesse der Stadt, des Bezirks als auch der AnrainerInnen ist. Jetzt scheint mit der pro meine Reha Gmbh eine ideale Partnerin gefunden zu sein. Die pro mente Reha GmbH plant auf diesem Standort ein Rehabilitationszentrum für 80 Personen zu errichten.

"Gerade dieser Standort ist aufgrund seiner abgeschiedenen Ruhelage für eine Reha-Einrichtung bestens geeignet. Die öffentliche Durchwegung des Geländes bleibt erhalten. Somit bleibt der Naherholungsraum Hörndlwald für die AnrainerInnen und Anrainer auch zukünftig bestehen. Und die Patientinnen und Patienten profitieren durch die naturnahe Einbettung des Reha-Zentrums ebenso", hält Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest.
Ein von den AnrainerInnen befürchtetes erhöhtes Aufkommen des

täglichen Individualverkehrs - wie es bei einer Wohnhausanlage der Fall wäre - ist bei dieser "sanften" Nutzung des Geländes nicht zu erwarten. Der Naherholungsraum Hörndlwald bleibt also im bisher gewohnten Umfang auch zukünftig bestehen.

Im Bereich des ehemaligen Josef-Afritsch-Heimes waren 2.146 m2 verbaut. Das entspricht den im Plandokument aufgewiesenen Anteil von max. 35 % verbaubarer Fläche von 6.130 m2. In diesem Bereich des Geländes ist die Errichtung von Gebäuden mit max. 6,5 Metern Höhe gestattet. Der restlichen 65 % dieser Fläche sind gärtnerisch auszugestalten.
Das Areal der derzeit noch bestehenden Franziska-Fast-Wohnanlage sind 905 m2 verbaut. In diesem Bereich ist die Errichtung mit Gebäuden mit einer max. Höhe von 4,5 Metern zulässig
Mehr Fläche kann auch im kommenden Projekt von pro mente Reha nicht verbaut werden!

Geplant ist ein Bestandsvertrag (Pachtvertrag) zwischen MA 69 und pro mente Reha vom 1.1.2015 bis 31.12.2016 sowie die Ermächtigung über einen nachfolgenden Baurechtsvertrag. Grundsätzlich sollen während der Dauer des Bestandsvertrages alle Bewilligungen eingeholt werden und im Zuge der Projektumsetzung auf einen Baurechtsvertrag (Gültigkeit ab 1.1. 2017) zu marktüblichen Konditionen umgestiegen werden.

Über pro mente Reha

Jede/r dritte ÖsterreicherIn ist zumindest einmal im Leben von einer psychischen Erkrankung - wie etwa Burn-Out, Depression oder Panikattacken - betroffen. Dieser Umstand ist mit hohen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden, dem die pro mente Reha mit ihren nun vier, bald fünf stationären und zwei ambulanten psychosozialen Zentren entgegenwirkt.

80 Betten soll die Einrichtung der pro mente Reha GmbH in Wien umfassen, um rasche Hilfe anbieten zu können und bestehende Wartezeiten zu verkürzen.
Arbeitsmarkt-, gesundheits- und sozialpolitisch ist die Wirkung der medizinisch psychiatrischen Reha nachhaltig. Das Therapiekonzept wurde 2002 im Sonnenpark Bad Hall (Oberösterreich) gestartet. Mit mittlerweile vier stationären Zentren ist das Therapiekonzept bestens erprobt.

Der neue Standort Hörndlwald, ist den bisherigen Standorten ähnlich, denn Umgebung und Ruhe tragen zur Genesung der PatientInnen ebenso bei wie ein fundiertes Rehabilitationskonzept. Die Lage und Einbettung des psychosozialen Zentrums für medizinisch psychiatrische Reha in die Umgebung sind essentiell für PatientInnen, MitarbeiterInnen und AnrainerInnen.

Für AnrainerInnen und Erholungssuchende wird auch weiterhin die uneingeschränkte Nutzung des Areals garantiert, durch eine öffentlich zugängliche Cafeteria zukünftig sogar aufgewertet. pro mente Reha plant eine Informationsveranstaltung in den nächsten Wochen.
Mehr dazu auf der pro mente Reha Website.

"Das Miteinander für psychische Gesundheit ist uns in allen Bereichen wichtig und die Stadt Wien ermöglicht uns hier unsere Haltungen und Werte umzusetzen." Unterstreicht Chefarzt Prim. Dr. Georg Psota, Obmann der pro mente Wien.

"Die Einbettung der stationären Rehabilitationseinrichtung in die Natur, die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Aufschwung für nahegelegene Betriebe, sind Faktoren, die wir an anderen Standorten, z.B. Bad Hall, als Wertschöpfung in Zahlen erhoben haben." so Mag. Christian Rachbauer, Geschäftsführer der pro mente Reha GmbH.

Erfahrungen der pro mente Reha, die sich in Zahlen verdeutlichen lassen und in klinischen und kostenbezogenen Parametern als ökonomisch effizient bezeichnet werden können.

Univ.Doz.Prof. Dr. Karl Dantendorfer, stv. Obmann der pro mente Wien, führt aus: "Die Einführung der medizinisch-psychiatrischen Rehabilitation in Österreich ist ein Meilenstein zur Verbesserung der psychischen Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher. Sie hilft beim Gesund-werden und verhindert schwere Krankheitsverläufe. Sie wirkt präventiv, unterstützt beim Gesund bleiben und hilft vielen Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurück zu kehren. Rehabilitation steht allen Versicherten - Berufstätigen ebenso wie Seniorinnen und Senioren - offen."

Prof.Univ.Doz. Dr. Werner Schöny hat als medizinscher Geschäftsführer der pro mente Reha das Rehabiltations-Konzept in enger Zusammenarbeit mit der Pensionsversicherungsanstalt entwickelt:
"Der Schlüssel ist die Früherkennung von psychischen Problemen. Noch setzt die Behandlung oftmals zu spät ein. Wir arbeiten daran umfangreich Maßnahmen zur rechtzeitigen Behandlung umzusetzen. Die pro mente Reha war und ist hier ein Schritt in die richtige Richtung."

Medizinisch-psychiatrische Rehabilitation von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist ein zentraler Baustein der psychosozialen Versorgung und führt zu umfassenden Verbesserungen in klinischen und kostenbezogenen Parametern, wie
* Steigerung des Funktionsniveaus
* Erhöhung der Lebensqualität
* Senkung der Symptombelastung
* Reduktion des Ausmaßes bzw. der Länge von Krankenständen und Krankenhausaufenthalten sowie (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt

Medizinisch-psychiatrische Rehabilitation ist ökonomisch

Die rehabilitativen Wirkungen der medizinisch psychiatrischen Rehabilitation führen - neben den wirtschaftlichen Effekten in der Region (Schaffung von Arbeitsplätzen, Förderung von Zulieferbetrieben etc.) - bei einer Vielzahl von Personengruppen und gesellschaftlichen Institutionen zu Mehreinnahmen bzw. Kostensenkungen.

Das bedeutet, Rehabilitation
* senkt die Kosten und erzeugt zusätzliche Einnahmen bei Sozial- und Pensionsversicherungsanstalten (Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung),
* bildet zusätzliche Beiträge für das AMS (Beiträge zur Arbeitslosenversicherung),
* verringert die Krankenhauskosten für das Land,
* ermöglicht zusätzliche Steuereinnahmen für den Bund,
* erhöht den Verdienst der RehabilitandInnen,
* führt zu gesteigerter Produktivität im Beruf und
* mindert die finanzielle Belastung der Familien von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Rückfragen & Kontakt:

Christian Kaufmann
Mediensprecher StR. Michael Ludwig
01/4000-81277
christian.kaufmann@wien.gv.at

DSA Sina Bründler, MAS
Unternehmenskommunikation/ pro mente Reha
0664/8119207
sina.bruendler@promente-wien.at

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