Wirtschaftskammer springt zum 1000. Mal ein und hilft in Notfällen

Der 1000. Einsatz der Betriebshilfe der Wirtschaftskammer Wien sichert den Fortbestand eines Traditionsunternehmens.

WIEN (OTS) - Die Betriebshilfe der Wirtschaftskammer Wien startet diese Woche ihren 1000. Hilfseinsatz. Eine Unternehmerin kann wegen einer dringend notwendigen Operation für einige Wochen nicht im Geschäft stehen. Ein Spezialist der Betriebshilfe springt für sie ein und sichert den Fortbestand ihres Geschäftes.

Motorrad-Händlerin Marion Hafenscher kennt die Betriebshilfe der Wirtschaftskammer Wien schon lange. Bei ihrer Schwangerschaft sprang schon einmal ein Betriebshelfer ein, um die Geschäfte auch während ihrer Abwesenheit am Laufen zu halten. Und jetzt benötigt sie wieder die Hilfe der Wirtschaftskammer: Eine Operation am Bein lässt sich nicht länger aufschieben.

"Es kommt oft vor, dass ein Unternehmer wegen Krankheit, nach einer Operation oder wegen Schwangerschaft für eine längere Zeit nicht arbeiten kann. Das kann - gerade für ein kleines Unternehmen -existenzbedrohend sein, etwa wenn Kundenaufträge nicht bearbeitet werden können oder das Geschäft geschlossen bleibt. Da sehe ich es als unsere Pflicht als Wirtschaftskammer zu helfen. Und dieser Pflicht kommen wir sehr gerne nach", ist Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck stolz auf die Betriebshilfe, die 2006 in Kooperation mit der SVA gegründet worden ist. Und die jetzt einen Mitarbeiter anstellt, der in den nächsten Wochen die rekonvaleszente Unternehmerin im Geschäft ersetzen wird. So kann die Firma auch während des Krankenstands der Chefin offen halten, die Arbeitsplätze sind gesichert.

Genau 1000 Mal sprang die Betriebshilfe bisher ein, vor allem in Handwerksbetrieben, aber auch im Handel oder im Tourismus: Bis zu 70 Arbeitstage pro Jahr stellt der Verein einen Betriebshelfer zur Verfügung, völlig kostenlos für den Unternehmer. Die Kosten für Anmeldung der Helfer, die Lohnverrechnung und natürlich der Lohn selbst werden von der Betriebshilfe übernommen. Besonders erfreulich, dass ein großer Teil der Einsätze der Betriebshelfer einen schönen Hintergrund hat. 25 Prozent der Hilfsaktionen werden nämlich wegen Schwangerschaften gestartet.

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