66 Prozent glauben nicht, dass Pension reichen wird

Seit 1. Jänner 2013 gilt für alle ab 1955 Geborenen das "Pensionskonto" mit lebenslanger Durchrechnung aller Erwerbszeiten.

Schwadorf (OTS) - Jahre mit schwachen Einkommen wirken sich dann ohne Abfederung voll auf die Penion aus.Welche Auswirkungen dies auf die künftigen Pensionisten haben wird, darüber diskutierten Klaus Lercher, CEO Trenkwalder Austria, Dr. Christian Operschall, Sozialministerium, sowie der ehemalige Profisportler und nunmehrige Unternehmer Hubert Neuper. Herbert Kling, CEO Meinungsraum, präsentierte dazu eine Studie.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat 2013 einen nüchternen Bericht abgeliefert: Der Anteil der Pensionskosten am österreichischen BIP werde im Jahr 2030 einen Höchststand von 16,7 Prozent betragen, prognostizierte die OECD. Das Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria meint, dass in den nächsten zehn Jahren die staatlichen Pensionen um knapp 15 Prozent sinken werden, ab 2030 werden die Pensionszahlungen sogar um ein Viertel reduziert. So wird bereits in 16 Jahren jeder Erwerbstätige statistisch einen Pensionisten finanzieren müssen. Dementsprechend werden sich die Bundeszuschüsse für Pensionsleistungen von derzeit neun Milliarden auf 18,7 Milliarden Euro im Jahr 2030 verdoppeln. Die Regierung versucht die budgetäre Belastung durch die Einführung des Pensionskontos in den Griff zu bekommen. Denn seit 1. Jänner 2013 gilt für alle ab 1955 Geborenen das "Pensionskonto" mit lebenslanger Durchrechnung aller Erwerbszeiten. Jahre mit schwachen Einkommen wirken sich dann ohne Abfederung voll auf die Pension aus. Somit wird vermutet, dass einkommensschwache Personen in der Pension auf Zuverdienstmöglichkeiten angewiesen sein werden. Bereits heute beträgt die Zahl der Zeitarbeitnehmer, die "lediglich" dazuverdienen, rund 20 Prozent.

Österreicher sind zur Pension ambivalent (präsentierte Studie anbei)

66 Prozent der Befragten, glauben nicht, dass sie von der staatlichen Pension leben werden können. Die Begeisterung zu arbeiten hält sich ebenfalls in Grenzen, scheinbar dient die Arbeit primär der Geldbeschaffung: "Der zweite sehr interessante Befund war, dass 43 Prozent der Österreicher jetzt in Pension gehen würden, wenn sie es sich leisten könnten" so Herbert Kling.

Darauf reflektierte Hubert Neuper über die Zufriedenheit in der Arbeit. Laut Neuper ist es am Wichtigsten einen Job zu finden, der erfüllend ist. Es mache keinen Sinn Tätigkeiten auszuüben, die grundsätzlich keinen Spaß machen. Hier empfiehlt Neuper einen Jobwechsel anzudenken, eventuell auch eine inhaltlich neue Herausforderung zu suchen. "Pension" ist für Neuper kein Thema: "Ich halte nichts davon in Pension zu gehen und völlig aufzuhören. Ich glaube der Mensch braucht eine Aufgabe, die inspiriert", so der ehemalige Profisportler und nunmehrige Unternehmer.
Dr. Christian Operschall, Sozialministerium, bricht wiederum eine Lanze für die Gesundheit am Arbeitsplatz. Diese ist ein wichtiger Eckpfeiler zur Sicherung des Pensionssystems: "Die zentrale Herausforderung ist, dass die Menschen auf gesunden Arbeitsplätzen möglichst lange arbeiten können. Wenn das der Fall ist, ist auch das öffentliche Pensionssystem gesichert.

Attraktiver Wirtschaftsstandort schafft Arbeitsplätze

Dieser Perspektive kann auch Klaus Lercher, Geschäftsführer von Trenkwalder etwas abgewinnen. Grundlage ist jedoch, dass es überhaupt genug Jobs gebe, so Lercher. Deshalb sei ein politischer Fokus auf die Forcierung Österreichs als Wirtschaftsstandort zu legen und so die Abwanderung von Unternehmen - und damit Arbeitsplätzen - zu stoppen.

Klaus Lercher: "Damit der Arbeitsmarkt interessant bleibt, ist es wichtig den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiv zu halten. Dann können die Menschen auch mit ihrem Einkommen auskommen. Hier ist die Politik gefordert. Dass wir Menschen in Beschäftigung bringen können, das beweisen wir tagtäglich."

Informationen zu Trenkwalder

Die Trenkwalder Personaldienste GmbH mit Sitz in Schwadorf bei Wien zählt zu den führenden Personalspezialisten in Europa und ist Marktführer in Österreich. Der Konzern beschäftigt aktuell rund 55.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von rund 1 Mrd. Euro. 1985 als Einzelunternehmen gegründet ist Trenkwalder heute mit mehr als 300 Standorten in 17 Ländern (Österreich, Deutschland, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Bosnien, Rumänien, Polen, Bulgarien, Türkei, Griechenland, Liechtenstein und der Schweiz) vertreten.

Weitere Informationen unter www.trenkwalder.at

Rückfragen & Kontakt:

Trenkwalder Personaldienste GmbH
Julia Labenz
Tel. +43(0) 50707-2500
E-Mail: j.labenz@trenkwalder.com
www.trenkwalder.at

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