Pfurtscheller: Kinder benötigen unseren Schutz und unsere Unterstützung - Gewalt darf kein Erziehungsmittel sein

ÖVP-Menschenrechtssprecherin zum Weltkindertag

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Kinder und Jugendliche benötigen unseren Schutz und unsere Unterstützung. Der morgige Tag der Rechte des Kindes ist ein Aktionstag, der uns das verstärkt vergegenwärtigen sollte, was wir ständig leben und mit Inhalten erfüllen sollten. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Menschenrechtssprecherin Abg. Dipl. Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller.

"Leider noch immer ein Thema ist Gewalt gegen Kinder. Der tragische Fall der kleinen Leonie zeigt uns, dass das Gewaltverbot in der Praxis leider nicht eingehalten wird. Gewalt darf kein Erziehungsmittel sein - auch dann nicht, wenn einem die Kinder oft über den Kopf wachsen oder vielleicht noch andere Probleme hinzukommen", so die Abgeordnete weiter.

Pfurtscheller verwies auf eine neue Studie zum Thema Gewalt gegen Kinder, die kürzlich von Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin präsentiert wurde. 1.000 Personen wurden befragt und ihre Einstellung mit einer Studie von 1977 verglichen. Während die Frage, ob das Schlagen mit der Hand als Erziehungsmittel zulässig ist, statt wie von nur 27 Prozent im Jahr 1977 heute bereits von 78 Prozent abgelehnt wird, ergab das Abfragen von tatsächlich erlebter Gewalt leider ein anderes Bild. In der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen berichtete jeder Fünfte von "heftigen Ohrfeigen". Es sei zudem erschreckend, wenn ein leitender Arzt einer Kinderintensivstation in einer Fernsehsendung in diesem Zusammenhang meint, dass die Schwere der Verletzungen zunimmt.

Pfurtscheller verwies auf die parlamentarische Enquete "25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention" vorige Woche im Parlament, bei der auch mit Kindern und Jugendlichen diskutiert wurde, und die auf großes Interesse stieß. "Seit 1989 haben wir das Gewaltverbot gegen Kinder gesetzlich verankert. In den Einstellungen der Menschen braucht es jedoch oft länger, um Änderungen herbeizuführen. Wer am eigenen Leib Gewalt erlebt hat, wird eher selbst Gewalt weitergeben. Diese Spirale müssen wir durchbrechen."

"Kinder haben ein Recht auf ihre Kindheit - sie sollen unbeschwert und gewaltfrei aufwachsen können. Gerade anlässlich des 25-Jahre Jubiläums der Kinderrechte-Konvention und des Weltkindertages müssen wir noch besser hinschauen und auch entsprechend agieren, wenn wir Anzeichen von Gewalt in der Familie erkennen", schloss die ÖVP-Menschenrechtssprecherin.
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