Sima: Zurück zur Natur am Liesingbach!

Pflasterungen entfernen, Uferbereiche begrünen und 350 neue Bäume setzen

Wien (OTS) - Zwischen Ambrossteg und Kaiser-Franz-Josef-Straße wird der Liesingbach auf einer Länge von rund 450 m zu einem naturnahen Gewässer rückgebaut. Davon profitieren nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern auch Wasserqualität und Hochwasserschutz. "Nach der Schaffung des großen Erholungsgebietes entlang des Liesingbaches im Süden Wiens vor rund acht Jahren setzen wir nun einen weiteren Schritt. Auf der Länge von rund einem halben Kilometer wird die Liesing aus ihrem Korsett befreit, die Uferbereiche werden begrünt und neu gestaltet. Damit gewinnen die Anrainerinnen und Anrainer einen neuen Erholungsraum entlang der Liesing", so Umweltstadträtin Ulli Sima.

"Die Wiederherstellung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Wiener Bäche und Flüsse ist neben der Hochwassersicherheit ein zentrales Anliegen der Stadt Wien. Die Arbeiten erfolgen schrittweise und sind Teil des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans", so Gerald Loew, Leiter der MA 45 - Wiener Gewässer. Die Bauarbeiten starten Mitte November 2014 und werden bis Frühjahr 2015 dauern.

Neuer Uferbepflanzung und 350 Laubäume

Der nun in Angriff genommene Bereich am Liesingbach wird eine ökologische Nische auf einer Strecke von mehr als 450 Meter bilden und so zum Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Pflasterung im Flussbett wird entfernt, am Bachlauf entstehen kleine Buchten, Flachwasserbereiche und Kolke. Die Errichtung einer Fischaufstiegshilfe beim Ambrossteg ermöglicht den Fischen die Wanderung in den Oberlauf der Reichen Liesing. Die Ufer werden abgeflacht, natürliches Sediment eingebracht, Steine und Wurzelstöcke versetzt und Weidenstecklinge gepflanzt.

In den Uferbereichen erfolgt die Bepflanzung mit Steckhölzern aus Weidenholz. Die Weidenhölzer sollen eine rasche Sicherung der Böschung gewährleisten. An den höher liegenden Böschungsbereichen werden rund 350 Stück verschiedener Laubbaumarten gepflanzt, darunter Holunder, Roter Hartriegel, Bergahorn und Schwarzerle.

Über die Dürre Liesing, die beim Ambrossteg in die Reiche Liesing fließt, wird die MA 45 - Wiener Gewässer einen Holzsteg für die AnrainerInnen zum Ufer der Reichen Liesing errichten lassen.

Auch bei diesem Projekt kooperiert die MA 45 - Wiener Gewässer mit der Universität für Bodenkultur (BOKU Wien). Studierende der BOKU arbeiten bereits seit vielen Jahren bei flussökologischen Projekten der Stadt Wien im Rahmen von Praktika mit.

Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Rahmen des Umweltförderungsgesetzes. Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans umgesetzt.

"Ich freue mich über dieses Projekt an der Liesing - es ist ein weiteres Stück Lebensqualität für die Wienerinnen und Wiener", so Sima abschließend.

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