Maurer: Mini-Universitätsgesetz-Novelle kann nicht von Untätigkeit des Ministers ablenken

Grüne: 50 Prozent-Frauenquote an Unis ist richtiger Schritt

Wien (OTS) - Die heute im Ministerrat beschlossene Novellierung des Universitätsgesetzes stellt für Sigrid Maurer, Wissenschaftssprecherin der Grünen, keinen großen Schritt dar. "Die wichtigste Angelegenheit in der Wissenschaftspolitik ist die Sicherstellung der Finanzierung für die Universitäten für die Jahre 2016-18. Nach wie vor ist nicht gesichert, dass die Universitäten überhaupt die Inflation abgegolten bekommen", kritisiert Maurer und ergänzt: "Die Mini-Novelle, die Mitterlehner vorgelegt hat, kann nicht von seiner Untätigkeit in seinem Ressort ablenken".

Unter den kleinen Änderungen im Gesetz befindet sich auch die doppelte Schikane jener Studierenden, die ein zugangsbeschränktes Fach studieren möchten. "Nachdem sich die Studierenden durch den Aufnahmetest durchgekämpft haben, müssen sie immer noch die Knock-Out-Phase in Form der STEOP überstehen, um sicher ihr Wunschfach studieren zu dürfen", erklärt Maurer.

Positiv sieht Maurer die Erhöhung des Mindestanteils von Frauen in universitären Leitungsgremien. Obwohl die Frauen unter den StudienanfängerInnen die Mehrheit stellen, nimmt ihr Anteil mit steigender Hierarchie ab - unter den ProfessorInnen befinden sich nur mehr 22 Prozent Frauen. "Die Erhöhung der Frauenquote in den universitären Gremien auf 50 Prozent ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung", sagt Maurer.

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