Gewerkschaft PRO-GE: Klares Nein zu einer Pensionsautomatik

Maßnahmen für mehr Beschäftigung setzen

Wien (OTS/ÖGB) - Der Vorschlag in der ORF-Pressestunde von Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner für eine automatische Erhöhung des Pensionsantrittsalters ist entbehrlich und würde nur zu einem weiteren Ansteigen der bereits hohen Arbeitslosenquote führen, kritisiert die Gewerkschaft PRO-GE.

Seit Monaten steigt die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 50 Jahren überdurchschnittlich an. Im November betrug der Anstieg 14,5 Prozent. Zudem werden ältere Arbeitnehmerinnen von Unternehmen immer noch in die Arbeitslosigkeit gedrängt. "Eine Pensionsautomatik wird dieses Problem verschärfen. Wichtig für die Finanzierbarkeit unseres Pensionssystems ist vor allem die Beschäftigungsquote. Daher braucht es dringend Maßnahmen wie etwa die Einführung des Bonus-Malus-Systems für die Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen", sagt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Produktionsgewerkschaft PRO-GE.

Heuer sind bereits weitreichende Maßnahmen zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters in Kraft getreten. "Der schlichte Ruf nach einer automatischen Erhöhung des Pensionsantrittsalters ist kurzsichtig und unausgegoren. Es gilt Maßnahmen zu setzen, um die Menschen länger in Beschäftigung zu halten. Da sind besonders die Unternehmen gefordert, ältere Menschen weiter zu beschäftigen und alternsgerechte Arbeitsplätze anzubieten. Denn wenn es keine Arbeitsplätze gibt und die Menschen nicht gesund genug zum Arbeiten sind, dann bringt ein höheres gesetzliches Pensionsalter genau gar nichts", betont Wimmer.

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