Erster Sparkling Science-Slam in Österreich

Schüler/innen der Schule HBLA Ursprung zum Sparkling Science-Slam-Champion 2014 gekürt.

Wien (OTS) - Am 17. November ging das Finale des ersten Junior Science Slam in Österreich über die Bühne. Nach Vorentscheidungen in Salzburg und Wien konnten die Schüler/innen der HBLA Ursprung den Sieg für sich behaupten. Mit ihrer kreativen Präsentation des Sparkling Science-Projekts ALRAUNE (Allergieforschung in ruralen, alpinen und urbanen Netzen) überzeugten sie die Fachjury und holten sich ein Preisgeld von 1.000 Euro. Gemeinsam mit der Universität Salzburg, Fachbereich Molekulare Biologie, hatten die Schüler/innen die Lebensumstände und Gewohnheiten von 500 Jugendlichen aus unterschiedlichen Regionen des Bundeslands Salzburg untersucht. Aus den Ergebnissen sollen Umwelt- und Risikofaktoren für Allergien abgeleitet werden. Der Physiker Bernhard Weingartner, der die Science Slams in Österreich initiierte, hatte alle Finalist/innen im Vorfeld gecoacht und ihnen wertvolle Tipps mit auf den Weg gegeben.

Ein Slam bringt innerhalb weniger Minuten Forschungsinhalte originell und verständlich auf die Bühne. Beim Sparkling Science-Slam wurde diese Form der Präsentation nun verbunden mit den praktischen Projektinhalten. Die Jugendlichen vermittelten auf originelle Art und Weise ihre Aufgaben und Tätigkeiten innerhalb ihrer Sparkling Science-Projekte.

Sparkling Science wurde 2007 vom BMWFW (Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) ins Leben gerufen und ist mittlerweile das größte Forschungsprogramm an der Schnittstelle zur Schulbildung. Abgewickelt wird es von der OeAD (Österreichischen Austauschdienst)-GmbH. Die Schüler/innen arbeiten Seite an Seite mit Wissenschaftler/innen an aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen. So soll schon früh ihr Interesse für die Wissenschaft geweckt werden.

Marie Céline Loibl, Programmleitung Sparkling Science im BMWFW, erklärte: "Österreich hat mit Sparkling Science ein international einzigartiges Förderprogramm für Citizen Science-Projekte mit Jugendlichen geschaffen, auf das wir sehr stolz sind. Die Projekte sind nicht nur wissenschaftlich sehr produktiv, sie wecken auch viel aufrichtige Begeisterung." Doch auch für die teilnehmenden Wissenschaftler/innen sind die Projekte ein Gewinn. Markus Hengstschläger, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien: "Von Sparkling Science profitieren beide, die Jugendlichen und Wissenschaftler, mit Sicherheit gleichermaßen - Motivationen stecken an."

Sparkling Science - Wissenschaft macht Schule

Seit Programmstart im Jahr 2007 wurden mit Sparkling Science 202 Forschungsprojekte mit 28,2 Mio. Euro gefördert. An diesen Projekten nahmen bisher 57.000 Schüler/innen mit mehr als 1.000 Wissenschaftler/innen und ebenso vielen Lehrpersonen teil. 178 wissenschaftliche Einrichtungen, 131 Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft und 463 Schulen und Schulzentren forschten in den letzten acht Jahren mit Sparkling Science. Die Themen kommen aus allen Disziplinen: Naturwissenschaften (30 %), Sozialwissenschaften (23 %), Lehr-Lernforschung (11 %), Technik (10 %) und Informatik (10 %), Geisteswissenschaften (9 %) und Medizin und Gesundheit (6 %). Allein für 2014 bis 2016 stehen 9,5 Mio. Euro für die insgesamt 58 neuen Projekte der fünften Ausschreibung zur Verfügung. Das Programm wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Gütesiegel für engagierte Schulen

Der Slam fand im Rahmen des diesjährigen Sparkling Science-Kongresses statt, ebenso die Verleihung des Young Science-Gütesiegels für Forschungspartnerschulen 2014. Die Gütesiegel gehen an jene Schulen, die besonders erfolgreich mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammenarbeiten, und werden alle zwei Jahre verliehen. 2012 erhielten 15 Schulen aus ganz Österreich diese Auszeichnung, heuer erhielten sie 18 Schulen.

Die Konferenz beleuchtete das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Gesellschaft - eines der EU-Ziele von Horizont 2020. OeAD-Geschäftsführer Hubert Dürrstein: "Mit der Gesellschaft in einen Dialog zu treten, neue Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen, sind Grundanliegen der Wissenschaft. Dass dieses Programm mit seiner Systematik bereits über die Grenzen Österreichs ausstrahlt, freut mich als Vertreter des Österreichischen Austauschdienstes ganz besonders."

In drei Panels am Nachmittag wurden die Themen Citizen Science, Open Innovation und neue Wege der Wissenschaftskommunikation diskutiert und Erfahrungen über abgeschlossene, laufende und neue Sparkling Science-Projekte ausgetauscht.

Veranstaltungsrückblick & weitere Informationen:
www.sparklingscience.at/de/infos/events

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6040

Rückfragen & Kontakt:

OeAD (Österreichischer Austauschdienst)-GmbH
Mag. Rita Michlits
Leitung Kommunikation
Tel.: +4366488735941
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