Qualität der Führerscheinausbildung und der Fahrschulen international stärken

Österreichische Fahrschuldelegation im Deutschen Bundestag in Berlin

Wien (OTS/PWK807) - Die Fahrschüler der Zukunft benötigen mehr Erfahrung, mehr Wissen und mehr Schulung. Dies kann nur in Fahrschulen vermittelt werden. Dass der deutsche Verkehrsministers Alexander Dobrindt beim 5. Deutschen Fahrlehrerkongress ein klares Commitment in diese Richtung abgegeben hat, untermauert die Schlüsselposition der Branche bei der Führerschein-Ausbildung, betonte Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der WKÖ, im Rahmen eines Berlin-Besuchs einer Delegation österreichischer Fahrschulunternehmer.

Trotz zunehmender Teil-Autonomisierung des Fahrens steigen die qualitativen Anforderungen bei der Ausbildung weiter, um die Führerscheinkandidaten erfolgreich auf die Prüfung vorzubereiten. Das Lenken eines Autos kann auch in Zukunft nicht vollkommen von der Technik übernommen werden. Insgesamt soll der Beitrag der Lenker-Ausbildung für eine höhere Verkehrssicherheit noch weiter steigen.

Österreich beim Berufsbild des Fahrschullehrers als Vorbild Hohe Anforderungen an die berufliche Qualifikation und ein fundiertes Fachwissen im Unterricht der Fahrschulen sieht die für 2016 geplante Reform des deutschen Fahrlehrerrechts vor, erläuterte Katherina Reiche, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, den 30 Fahrschulunternehmern beim Gespräch in den Räumlichkeiten des Bundestags. Beim Lenken eines Autos ab 17 Jahren und der Definition des Begleiteten Fahrens mit Privatpersonen gibt es zwar Unterschiede der Länder bei der Herangehensweise. Beim Zugang zum Beruf des Fahrschulunternehmers und dem Stufenbau Fahrlehrer (für die Praxis), Fahrschullehrer (für die Theorie) und Fahrschulinhaber ist Österreich jedoch Vorbild, so Wiedermann. Angehenden Fahrlehrer müssen ein aufgewertetes Berufsbild und Karriere-Entwicklungsmöglichkeiten in Aussicht gestellt werden.

Reformbedarf bei Berufskraftfahrer-Weiterbildung Zu einer Reform bei der C95-Berufskraftfahrer-Weiterbildung und europäischen Mindestanforderungen beim Betrieb einer Fahrschule bekannten sich Martin Burkert, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, mit seinen SPD-Bundestagskollegen Kirsten Lühmann und Stefan Zierke. Die Berufskraftfahrer-Weiterbildung ist auf EU-Ebene und national stark reformbedürftig. Die Ausbildungsmodule, die Lkw-Lenker innerhalb von fünf Jahren absolvieren müssen, sollen auf vergleichbare Qualitätsstandards gebracht und Nachweise international einfacher anerkannt werden. Der Erwerb der Schulungsnachweise und die Qualität der Schulungsanbieter soll objektiviert und besser nachvollziehbar werden. Zu länderübergreifenden Allianzen, um gemeinsame Positionen zu stärken, bekannten sich auch Anton Heinzl, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im österreichischen Parlament, und Günther Schweizer, Vizepräsident des Europäischen Automobilclubs (EAC), die die Delegation der heimischen Fahrschulunternehmer in den Bundestag begleiteten.

Zur rosa Scheckkarte, persönlichen und sachlichen Voraussetzungen für den Betrieb von Fahrschulen sowie zu aktuellen Verkehrsthemen wie die langfristige Finanzierung Straßennetzes in Deutschland oder Tempolimits für Nutzfahrzeuge nahm Ulrich Lange, Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur im Berliner Bundestag, Stellung. Ein strengeres Tempolimit für Lkw in der Nacht, wie dies in Österreich mit dem Lkw-Nacht-60er auf Autobahnen der Fall ist, ist in Deutschland überhaupt kein Thema, so der Bundestagsmandatar. Als geborener Südtiroler verfolge er Maßnahmen auf der Brennerachse besonders aufmerksam - wie die dauernde 100er Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A12 Inntalautobahn von der österreichischen Staatsgrenze zu Deutschland bis nach Zams oder das Lkw-Nachtfahrverbot.

Europasymposium 2015 in Wien Der 5. Deutsche Fahrlehrerkongress beschäftigte sich mit den Herausforderungen für Fahrlehrer, der Bedeutung des Erscheinungsbilds von Ausbildungsstätten aus Kundensicht sowie Impulsen für die Motivation des Ausbildungspersonals. Am Rande der 5. Deutschen Fahrlehrerkongresses wurde auch vereinbart, dass die Europäische Normungsorganisation EUMOS (European safe logistics association) ihr Europasymposium 2015 in Wien abhalten wird. Zuletzt fand dieses Treffen von 200 europäischen Ladungssicherungsexperten in Brüssel und Frankfurt statt. (PM)

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