ÖGB-Anderl: Flexible Karenz ist keine Alternative

ÖGB-Steuermodell entlastet automatisch Mütter und Väter

Wien (OTS/ÖGB) - Als "wenig durchdacht und als ein weiteres Ablenkungsmanöver im Rahmen der Diskussion um die Umsetzung der vom ÖGB geforderten Lohnsteuerreform", bezeichnet ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl die Vorschläge des Obmanns des ÖVP-nahen Familienbunds Bernhard Baier, den Karenzurlaub der Eltern bis zum 15. Lebensjahr auszuweiten sowie Teile der geforderten Lohnsteuersenkung für Familien umzuleiten.++++
"Um Familien zu entlasten, bedarf es flächendeckende, beitragsfreie und qualitative Kinderbildungseinrichtungen mit Öffnungszeiten, die es den Eltern auch ermöglichen einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen", stellt Anderl klar. "Ein wichtiger Schritt, um Familien zu unterstützen, wäre die Umsetzung eines Rechtsanspruchs auf ein finanziell, arbeitsrechtlich und sozialrechtlich abgesichertes Papamonat sowie mehr Unterstützung in den Betrieben, wenn Männer die aktive Vaterrolle übernehmen wollen. Die flexible Karenz ist da keine Alternative", ergänzt die ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende. Der Vorschlag von Frauenministerin Sophie Karmasin "mehr Sachleistungen statt Geldleistungen für die Familien" findet dagegen die volle Unterstützung Anderls.

Das nun auch Baier vom geforderten Volumen der Steuerentlastung einen Teil zu den Familien umleiten möchte, sieht die ÖGB-Vizepräsidentin "als eine der vielen Ablenkungsmanöver und wenig durchdacht". Anderl:
"Das ÖGB-Steuermodell entlastet automatisch die Familien. Den Müttern und Vätern bleibt dann mehr Netto vom Brutto als bisher."

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