Hat die "gsunde Watschn" im 21. Jahrhundert ausgedient?

Die Diskussion um die "gsunde Watschn" ist erneut entbrand. Der Konsumentenschutz Verband Österreich fordert eine familientaugliche Debatte.

Wien (OTS) - Das unsere Kinder schutzbedürftige Menschen sind, da sind sich alle Eltern und Politiker einig. Wie das aber in den eigenen vier Wänden ablaufen soll, da gehen die Meinungen plötzlich auseinander.

Klare gesetzliche Richtlinien aber kaum Umsetzung bei Gericht

Tatsächlich ist die Sache in Österreich bereits klar geregelt. Körperverletzung ist durch das Gericht zu bestrafen. Wie aber in vielen anderen Bereichen der Justiz auch, werden die Gesetze nicht im Sinne der allgemeinen Verständlichkeit vollzogen, sondern sehr weit ausgelegt und oft sonderbare Lösungen angestrebt.

Sinnhaftigkeit von erzieherischen Maßnahmen

Sollen Ohrfeigen gerichtlich verfolgt werden? Welchen Nutzen hat das Kind wenn z.B. der Vater eine Vorstrafe bekommt? Wer wird aktiv, wenn es zu solchen Vorkommnissen kommt? Dazu Roman Umschweif vom Konsumentenschutz Verband Österreich: "Dem Grunde nach geht es doch um den nachhaltigen Nutzen für unsere Kinder. Hier wäre das Einschreiten von psychologisch geschultem Fachpersonal notwendig, um ein Umdenken in den Köpfen der Eltern zu erreichen. Nur durch Bestrafung und Kriminalisierung allein, wird man wohl kaum den Familien einen Nutzen erweisen. Therapiemaßnahmen und Aufklärungsarbeit müssten verstärkt eingesetzt werden."

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Lukas Bichl, Präsident
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