Windbüchler zur 6. Österreichischen Entwicklungstagung: Die EZA braucht eine (Re-)Politisierung

Grüne: Die Wahrung der Menschenrechte muss im Zentrum stehen

Wien (OTS) - "Der Titel der Tagung "Umbruch Aufbruch" weist bereits darauf hin, dass sich die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) großen Herausforderungen gegenüber gestellt sieht. Das betrifft nicht nur globale Krisen, geopolitische Machtverschiebungen und die in den meisten Ländern wie Österreich beschämend geringe Dotierung der EZA. Vielmehr muss es nun auch darum gehen, die Zielbestimmung und die Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren und zu formulieren", meint die außen- und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler, anlässlich der heute in Salzburg startenden 6. Österreichischen Entwicklungstagung.

"Die Einigung auf große, weit in der Zukunft liegende Ziele verkennt allzu oft die gegenwärtigen Ursachen und unser aller Verantwortung im Kampf gegen Hunger, mangelnde Bildung und Diskriminierung. Wir müssen die Menschen und ihre Rechte ins Zentrum stellen und unsere Politik daran anpassen. Nur ein dermaßen politisierter menschenrechtsbasierter Ansatz hat die Chance Entwicklungspolitik als Querschnittsmaterie zu begreifen. Der Einsatz für die Menschen und ihre Rechte muss sich in allen Politikfeldern von der Landwirtschaftspolitik, über die Handels- und Wirtschaftspolitik bis hin zurF inanz- und Außenpolitik auf allen Ebenen abbilden. Dafür brauchen wir eine offene und ehrliche Debatte über globale Ungerechtigkeiten, ökologischen Ausverkauf und ihre Ursachen. Und genau auf solche Debatten freue ich mich schon im Rahmen der kommenden Entwicklungstagung", sagt Windbüchler.

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