Mariahilfer Straße Neu: Erster Abschnitt feierlich eröffnet

Erster großer Abschnitt fertiggestellt

Wien (OTS) - Am 19. Mai 2014 erfolgte mit einem "Spatenstich für alle" der Startschuss für die Neugestaltung der Mariahilfer Straße im 6. und 7. Bezirk. Rund sechs Monate später wurde am 14. November 2014 mit einem "Grätzl-Fest für alle" die neugestaltete Mariahilfer Straße zwischen Kaiserstraße und Kirchengasse feierlich von Politik und Stadt eröffnet.

Heuer wurde zwischen 19. Mai und 14. November der erste Abschnitt der Mariahilfer Straße zwischen Mariahilfer Gürtel und Kirchengasse im 6. und 7. Bezirk umgestaltet, dieser umfasst die Bereiche der Begegnungszone und der FußgängerInnenzone (Andreasgasse bis Kirchengasse). Nächstes Jahr wird bis Juli der verbliebene Abschnitt zwischen Kirchengasse und Getreidemarkt neugestaltet und als Begegnungszone ausgebildet.

2014 wurden insgesamt 432 Meter FußgängerInnenzone errichtet, 459 Meter Begegnungszone umgestaltet, 2 Wassertische, 5 Lounges, 15 Baumgärten und 45 unterschiedliche Sitzgelegenheiten realisiert sowie insgesamt 116 Leuchtmasten modernisiert und unzählige Radabstellanlagen errichtet. Weiters wurde wien.at Public WLAN (zwischen Getreidemarkt und Gürtel) eingerichtet, das bereits seit Ende Oktober den Besucherinnen und Besuchern der Mariahilfer Straße kostenlos zur Verfügung steht.

Die Eckpunkte der Umgestaltung der Mariahilfer Straße:

  • Niveaugleiche Ausführung
  • Barrierefreie Nutzung
  • Neues Schanigartenkonzept
  • Neue Möblierungselemente
  • Verkehrsberuhigung, weniger Lärm
  • Hohe Aufenthaltsqualität

Mariahilfer Straße ist "längste und schönste Flaniermeile Wiens"

"Die Mariahilfer Straße ist die längste und schönste Flaniermeile Wiens geworden. Ein Platz zum Spazieren, zum Plaudern, zum Freunde treffen und natürlich zum Einkaufen. Sie ist mehr als nur eine Straße. Sie ist Freiraum für alle Wienerinnen und Wiener und schon jetzt ein neues Wahrzeichen unserer Stadt", zeigte sich Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou anlässlich der Eröffnung des ersten Abschnitts der Mariahilfer Straße erfreut.

Markus Rumelhart, Bezirksvorsteher Mariahilf, ergänzte: "Die Mariahilfer Straße hat sich von einer guten zu einer hervorragenden Einkaufsstraße verwandelt. Unser Erfolg darf aber nicht stehenbleiben, sondern muss in den Sechsten strahlen. Wir wollen die positive Entwicklung für die Geschäftstreibenden in den Bezirk hineinbringen."

"Die neue Mariahilfer Straße zeigt, was moderne Stadtgestaltung bewirkt: Weniger Lärm und mehr Platz für die Menschen. In entspannter Atmosphäre Einkaufen, Flanieren oder Freunde treffen - Jung und Alt nutzen den neuen Freiraum", freute sich Thomas Blimlinger, Bezirksvorsteher Neubau, über die Neugestaltung.
Das Projekt im Detail

Aufgrund der erfolgreichen Entwicklung der Mariahilfer Straße im 6. und 7. Bezirk - sie hat sich mittlerweile zu einem Einkaufs- und Flanierboulevard mit einer Bedeutung weit über die Stadtgrenzen Wiens hinaus entwickelt - sind die Kapazitätsgrenzen für FußgängerInnen erreicht. Seit dem Jahr 1996 ist die PassantInnenfrequenz in der Straße stark angestiegen. Im Sinne einer gesamtstädtischen Planungsstrategie ist diese positive Entwicklung weiterhin sicherzustellen, denn die Mariahilfer Straße ist verkehrsmäßig hervorragend erschlossen, insbesondere durch drei U-Bahn-Linien und viele Garagen.

Der Großteil der BesucherInnen nützt die öffentlichen Verkehrsmittel am Weg zur Mariahilfer Straße. Auf der Mariahilfer Straße selbst wird hauptsächlich zu Fuß gegangen. Abhängig vom Wochentag und Abschnitt sind täglich zwischen 25.000 und 70.000 PassantInnen auf der Straße unterwegs. Um auch weiterhin eine positive Entwicklung dieses Boulevards zu gewährleisten, wird die Mariahilfer Straße zwischen Kaiserstraße und Getreidemarkt umgestaltet und für den Radverkehr geöffnet. Im heurigen Jahr wurde der erste Abschnitt zwischen Kaiserstraße und Kirchengasse realisiert, 2015 wird der zweite Abschnitt bis zum Getreidemarkt errichtet.

Damit entsteht ein in Wien bis dato einzigartiger Raum der Gleichberechtigung für alle VerkehrsteilnehmerInnen. Die Mariahilfer Straße soll aber auch einen Mehrwert für ihre unmittelbaren AnwohnerInnen bieten. Grünflächen, Ruhezonen, Aktivzonen, Schanigärten - eben ein Mehr an Freiraum zum Leben. Es geht also um innerstädtische Verkehrsberuhigung, Rückeroberung von öffentlichem Raum und mehr Platz für FußgängerInnen. Die Städte von morgen sind Orte mit Lebensqualität, mit öffentlichen Plätzen und Flächen, auf denen man seine eigene Stadt genießen kann.

Mariahilfer Straße - FußgängerInnenzone

Die beiden zentralen Abschnitte Kirchengasse bis Neubaugasse und Neubaugasse bis Andreasgasse wurden durch Aufstellung von Verkehrszeichen als FußgängerInnenzone kundgemacht. In der Mitte der Mariahilfer Straße verbleibt eine 6,5 Meter breite Verkehrsfläche für die Führung des Radverkehrs und des Lieferverkehrs als Einbahn in Fahrtrichtung Zweierlinie. Die Länge des als FußgängerInnenzone umgestalteten Kernbereiches beträgt 432 Meter.

Mariahilfer Straße - Begegnungszonen

Die beiden Abschnitte Getreidemarkt bis Kirchengasse und Andreasgasse bis Kaiserstraße sind durch Verkehrszeichen und Bodenmarkierungen als Begegnungszonen eingerichtet. Diese wurden von Getreidemarkt bis und in Fahrtrichtung Kirchengasse sowie von Kaiserstraße bis und in Fahrtrichtung Zieglergasse als 6,5 Meter breite Einbahn (Radfahren gegen die Einbahn gestattet) kundgemacht. Im Abschnitt Andreasgasse bis Zieglergasse, welcher in beiden Richtungen befahrbar ist, wurde eine 7,50 m breite Fahrfläche hergestellt.

Die vorstehenden Breiten beinhalten jeweils die beiden seitlichen, fahrbahneben gepflasterten Begrenzungsstreifen. In den Begegnungszonen werden entsprechend dem derzeitigen Bestand örtlich Ladezonen, Behindertenstellplätze und Taxistandplätze kundgemacht. Die Länge der Begegnungszone im Abschnitt zwischen Zweierlinie und Kirchengasse beträgt 739 Meter, im Abschnitt zwischen Andreasgasse und Kaiserstraße 459 Meter.

Querungshilfen auf der Mariahilfer Straße

Im Zuge der Eröffnung der Begegnungszone, in der inneren Mariahilfer Straße, wurden Querungshilfen für blinde und seheingeschränkte Personen in Betrieb genommen, die in Absprache mit den VertreterInnen der blinden und seheingeschränkten Personen festgelegt worden sind.

Diese befinden sich an folgenden Örtlichkeiten:
6./7. Mariahilfer Straße # Otto Bauer Gasse
6./7. Mariahilfer Straße # Zieglergasse
6./7. Mariahilfer Straße # Schottenfeldgasse

Diese Anlagen wurden in erster Linie zur Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Personen zur Querung der Mariahilfer Straße errichtet. Mittels selektiver Anmeldung kann eine akustische Unterstützung aktiviert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ampeln verfügen diese Anlagen über keinerlei optische Signalisierung für die FußgängerInnen. Lediglich für den Individualverkehr (Pkw, Taxi, Radfahrer) wird mittels Rot/Gelb Signalisierung ein HALT angezeigt. Um einen Missbrauch zu vermeiden hat sich die Stadt Wien dazu entschlossen, lediglich an Anspruchsberechtigte einen eigens angefertigten Chip auszugeben, um die Anlage aktivieren zu können.

Zahlen und Fakten

Baubeginn Bauabschnitt 1: 19. Mai 2014
Fertigstellung Bauabschnitt 1: 14. November 2014
Baubeginn Bauabschnitt 2: voraussichtlich Anfang Februar 2015 Fertigstellung Bauabschnitt 2/Gesamtfertigstellung: 31. Juli 2015 Beteiligte Dienststellen: MA 19, MA 28, MA 33, MA 34, MA 42, MA 46 Projektkosten (Gesamt, brutto): ca. 25 Mio. EUR

Weiterführende Informationen: www.dialog-mariahilferstrasse.at

Rückfragen & Kontakt:

Andreas Baur
Mediensprecher Vzbgm. Maria Vassilakou
Mobil: 0664 831 74 49
E-Mail: andreas.baur@wien.gv.at

Mag. Hans-Christian Heintschel
Pressestelle Umbau Mariahilfer Straße Neu
Telefon: 01 4000-82683
Mobil: 0676 8118 82683
E-Mail: hc.heintschel@wien.gv.at

Matthias Holzmüller
Pressestelle Umbau Mariahilfer Straße Neu
Telefon: 01 4000-49923
Mobil: 0676 8118 49923
E-Mail: matthias.holzmueller@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0017