Juraczka: Retten wir das Gymnasium in Wien!

5-Punkte-Programm der ÖVP Wien zum Thema Bildung

Wien (OTS) - "Den heutigen Tag des Gymnasiums hat die ÖVP Wien zum Anlass genommen, die Situation der Wiener Gymnasien zu beleuchten", so ÖVP Wien Landesparteiobmann Stadtrat Manfred Juraczka.

Im rot-grünen Koalitionspakt von 2010 wurde klar als Ziel festgehalten, dass in Wien die gemeinsame Schule für alle 6-15-Jährigen eingeführt werden soll und deshalb alle AHS-Unterstufen und Hauptschulstandorte als "Neue Mittelschule" geführt werden sollen. Die letzte AHS-Unterstufe wurde vor 12 Jahren eröffnet. Wann immer ein Gymnasium in Wien neu gebaut und eröffnet wird, gibt es nur eine Oberstufe. Die Unterstufe wird als NMS oder WMS geführt. "Damit wird über die Hintertür das Gymnasium in der Langform in Wien abgeschafft und die Gesamtschule eingeführt", so Juraczka weiter.

Allerdings ist der Ansturm auf die AHS-Unterstufen ungebrochen. In Wien gehen über 50 Prozent der Kinder nach der Volksschule in ein Gymnasium. Um dieser Nachfrage nachzukommen, werden jährlich zahlreiche AHS-reife Kinder von ihrer favorisierten AHS wegen fehlender Schulplätze abgewiesen. Diese müssen dann auf vom Wohnort weit entfernte Gymnasien oder Neue Mittelschulen ausweichen "Wir als ÖVP Wien wollen das nicht mehr einfach so hinnehmen und rufen deshalb zur Rettung des Gymnasiums in Wien auf. Wir fordern einen Ausbau der AHS-Unterstufen. Alle AHS-reifen Kinder sollen auch die Möglichkeit auf einen AHS-Platz haben", so der Stadtrat weiter.

Dass auch die Mehrheit der Wienerinnen und Wiener für die Erhaltung des Gymnasiums in der Langform eintritt, hat unser "Politik-Radar" gezeigt, den wir im Sommer erhoben haben. Dabei sprechen sich 64 Prozent der Wienerinnen und Wiener für den Erhalt des Gymnasiums in der Langform aus und nur 36 Prozent setzen sich für die flächendeckende Einführung der Neuen Mittelschule ein.

"Allerdings geht es nicht nur darum, genügend AHS-Plätze für unsere Wiener Kinder zu haben, sondern vor allem darum, dass jeder Schulplatz auch ein qualitativ hochwertiger ist. Uns als ÖVP Wien ist nicht nur die Weiterentwicklung der Gymnasien ein wesentliches Anliegen, sondern auch die notwendige Weiterentwicklung des Bildungssystems. Deshalb haben wir ein 5-Punkte-Programm entwickelt", so Juraczka abschließend.

5-Punkte-Programm zum Thema Bildung

- Erhalt und Ausbau der erfolgreichsten Schulform: des Gymnasiums -alle AHS-reifen Kinder sollen die Möglichkeit auf einen AHS-Platz haben

- Politik raus aus der Schule - Es muss endlich Schluss sein, Direktoren nach Parteibuch und nicht nach Qualifikation zu bestellen

- Echte Schulautonomie - Transparenz bei Leistungen - Dadurch wäre es auch gerechtfertigt, Leistungstests für jeden Schulstandort zu veröffentlichen. Dies führt zu mehr Transparenz und Wettbewerb.

- Indexbasiertes Fördersystem - Tatsache ist, dass Schulen mit vielen Kindern aus sozial schwachen oder bildungsfernen Familien einer vermehrten Förderung bedürfen

- Weiterentwicklung der NMS zur WMS - Die Kritik an der NMS ist groß. Die Vorteile der Wiener Mittelschule sind ein Kurssystem in den Hauptfächern sowie ein verstärktes Supportsystem

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