Offener Brief: Junge NR-Abgeordnete fordern das BMI auf, das ÖBB-Ticket für Zivildiener sicher zu stellen

Wien (OTS/SK) - In einem Offenen Brief fordern Nationalratsabgeordnete von SPÖ, Grünen und Neos die Beibehaltung des ÖBB-Tickets für Zivildiener. ****

Der Offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Am 20. Jänner 2013 wurde eine Volksbefragung über die Abschaffung der Wehrpflicht in Österreich durchgeführt.

Es sind nicht zuletzt die bedeutenden gesellschaftlichen Leistungen unserer Zivildiener, die für viele Österreicherinnen und Österreicher ausschlaggebend für den Erhalt der allgemeinen Wehrpflicht und damit des Zivildienstes waren. Diese demokratische Entscheidung ist zu akzeptieren.

Jetzt stehen wir jedoch erneut vor einer drohenden Ungerechtigkeit. Wie in den letzten Tagen kolportiert, soll es zur Streichung des Öffi-Tickets für Zivildiener kommen.

Österreichs Grundwehrdiener und Zivildiener bekommen seit sieben Jahren eine ÖBB-Vorteilscard während ihrer Wehrpflicht und Wehrersatzpflicht. Damit haben sie die Möglichkeit, kostenlos das ÖBB-Angebot in Österreich zu nutzen. Grundwehrdiener für sechs Monate, Zivildiener für neun Monate. Nun droht die Streichung dieses Tickets für Zivildiener.

Wir junge Abgeordnete von SPÖ, Grüne und Neos wollen die Umsetzung dieser Pläne nicht hinnehmen und rufen deshalb das Innenministerium auf, die Finanzierung des Tickets für Zivildiener sicherzustellen. Es kann nicht sein, dass Zivildiener - neben der ohnehin längeren Dauer ihres Dienstes für die Republik - noch weitere Benachteiligungen erfahren müssen. Auch im Sinne eines nachhaltigen Verkehrsbewusstseins ist die Freifahrt für Zivildiener sinnvoll, da die Entscheidung, welches Verkehrsmittel im späteren Leben bevorzugt wird, von vielen jungen Menschen bis zum 23. Lebensjahr getroffen wird.

Das Innenministerium ist deshalb gefordert mit der ÖBB eine Lösung zu erarbeiten und drohende Benachteiligungen für unsere Zivildiener zu verhindern.

Wir fordern ebenso eine bessere finanzielle Absicherung für unsere Zivildiener, die wertvolle Arbeit für unsere Gemeinschaft leisten und dafür gerade einmal eine Aufwandentschädigung erhalten.

Im Sinne der jungen Menschen fordern wir Lösungen!

Mit freundlichen Grüßen

Katharina Kucharowits, Julian Schmid, Daniela Holzinger, Niki Scherak, Philip Kucher (Abgeordnete zum Nationalrat)

(Schluss) sc/gd/mp

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