AK zur Oktober-Inflation: Lohnsteuer und Mieten müssen sinken!

ArbeitnehmerInnen müssen endlich Entlastungen im Geldbörsel spüren

Wien (OTS) - Die Mieten bleiben der Preistreiber schlechthin. Die Mieten stiegen im Jahresvergleich fast dreimal so stark wie die Gesamtteuerung von 1,6 Prozent. "Es ist sehr schmerzlich, 40 Prozent und mehr vom Einkommen nur fürs Wohnen auszugeben", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Vieles wird teurer - den Menschen bleibt immer weniger über. Daher müssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet werden - die Lohnsteuer muss sinken, Wohnen billiger werden. Es braucht einen Ruck bei der Mietrechtsreform und beim Wohnbau."

AK Präsident Rudi Kaske geht davon aus, dass nach der Einigung im Ministerrat bei der Heizthermenregelung und dem Wohnungseigentumsgesetz weitere wichtige Schritte folgen. "Ein großes Mietrechtspaket ist unerlässlich", so der AK Präsident. "Wohnen muss wieder billiger werden." Konkret verlangt die AK:

+ Mieten senken: Die Mieten für private Altbau-Mietwohnungen müssen klar begrenzt werden. Die Obergrenze für den Hauptmietzins soll maximal 20 Prozent über dem Richt-wert liegen.

+ Befristungen eindämmen: Es darf keine befristeten Mietverhältnissen mehr geben - außer bei Eigenbedarf des Vermieters für sich oder seine Kinder oder Enkel.

+ Betriebskosten senken: Versicherungskosten und Grundsteuer für MieterInnen sollen aus dem Betriebskostenkatalog gestrichen werden.

+ Klare Erhaltungsregeln für VermieterInnen: Die Erhaltungspflicht für die gesamte Wohnungsausstattung, nicht nur für die Heiztherme, muss die VermieterInnen treffen.

+ Weg mit den Maklergebühren für MieterInnen: Der Erstauftraggeber, das ist meistens der Vermieter, soll zahlen. Eine solche Regelung wurde kürzlich auch in Deutschland beschlossen.

Außerdem fordert der AK Präsident die Länder auf, die vom Bund in Aussicht gestellten Wohnbaugelder auch tatsächlich abzuholen - von den im Regierungsübereinkommen ursprünglich vereinbarten 276 Millionen Euro gibt es nur mehr maximal 180 Millionen. "Immerhin heißt mehr geförderter Wohnbau mehr leistbare Wohnungen und mehr Arbeitsplätze", so Kaske. "Und das kurbelt auch die Wirtschaft an."

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0003