PVÖ-Glatz zu Teuerung: Österreich bleibt Hochpreisland - Pensionistenverband fordert: Weg mit dem "Österreich-Aufschlag"

Teuerung doppelt so hoch wie in Deutschland - Mieten größte Preistreiber - PVÖ fordert gesetzliche Regelung gegen Teuerung

Wien (OTS/PVOE) - "Mit 1,6 Prozent bleibt die Teuerung auf hohem Niveau! Besonders gravierend ist der Vergleich mit anderen Ländern! Im Vergleich zu Deutschland ist die Teuerung in Österreich doppelt so hoch! Der Grund dafür: Der völlig ungerechtfertigte 'Österreich-Aufschlag', mit dem die Preissünder von Supermarktketten und Drogerien das Leben in Österreich zusätzlich verteuern! Dieser muss endlich verschwinden", kritisiert Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzsprecher des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ). Zwei weitere dramatische Trends bleiben ebenfalls ungebrochen:
"Die Teuerung für Pensionistenhaushalte liegt auch im Oktober mit 1,7 Prozent wieder über dem Durchschnitt. Und wieder sind die Lebenserhaltungskosten, die Kosten für Mieten die größten Preistreiber! Hier braucht es endlich gesetzliche Maßnahmen! Der Pensionistenverband fordert daher rasch ein Maßnahmenpaket für leistbares Wohnen und Gesetze, die Energieanbieter verpflichten, sinkende Preise auf dem Weltmarkt an ihre Kunden weiterzugeben", so der Konsumentenschutzsprecher der größten und mitgliederstärksten Seniorenorganisation Österreichs. ***

"Keine Pensionsanpassung kann Österreichs Pensionisten ausgleichen, was die Teuerung aus ihren Börseln stiehlt. Schuld daran ist vorrangig der unsoziale 'Österreich-Aufschlag'! Erst in der Vorwoche hat die Arbeiterkammer festgestellt, dass Drogeriewaren in Österreich durchschnittlich um 53 Prozent teurer sind als in Deutschland, teilweise werden in Österreich sogar dreimal so hohe Preise verlangt! Die Produzenten gaben sogar zu, dass sie einen 'Österreich-Zuschlag' verlangen! Österreich ist eines der teuersten Länder Europas! Das werden wir nicht hinnehmen! Der Pensionistenverband Österreichs, die größte und mitgliederstärkste Interessensorganisation der älteren Generation auch in Konsumentenschutzfragen, führt daher einen harten Preiskampf an vielen Fronten! Und mit unserer großen Unterschriften-Aktion 'Mehr Geld im Börsel', die bereits von 194.681 Menschen unterschrieben wurde, verstärken wir den Druck noch weiter!", unterstreicht Dr. Glatz.

Besonders gravierend ist die Teuerung im Bereich der Mieten mit 4,6 Prozent. Glatz: "Die Mietpreise steigen ins Unleistbare! Hier muss sofort gehandelt werden! Wir fordern einen Preisstopp für Mieten! Denn Wohnen ist ein Menschenrecht und darf nicht zum Luxus werden! Eine zentrale Forderung von 'Mehr Geld im Börsel' ist ein rasches Maßnahmenpaket für leistbares Wohnen!"
Darin fordert der Pensionistenverband:
+ Einen Preisstopp für Mieten: Der Hauptmietzins darf den Richtwert 20 Prozent nicht übersteigen
+Mehr Wohnbauförderung für den sozialen Wohnbau
+Geringere Betriebskosten durch Streichung der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem Betriebskostenkatalog sowie
+Eine Streichung der Maklerprovision für Mieter

Energiepreise müssen weiter sinken - in ganz Österreich und unabhängig vom Verbrauch

"Einige Stromanbieter in Ostösterreich haben ihre Strompreise bereits gesenkt! Ein Erfolg unserer Kampagne 'Mehr Geld im Börsel'! Es ist aber nur ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen! Wir fordern, dass Energieanbieter gesetzlich dazu verpflichtet werden, sinkende Preise auf dem Weltmarkt an ihre Kunden weiterzugeben! Wir fordern, dass die Energiepreise in ganz Österreich - und unabhängig vom Verbrauch - sinken!", so Glatz, der abschließend unterstreicht: "Die Menschen in Österreich müssen endlich entlastet werden! Das ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern stärkt auch die Kaufkraft, kurbelt die Wirtschaft an, schafft Arbeitsplätze! Wir werden nicht lockerlassen, wir werden unseren Kampf weiterführen, unsere Unterschriften-Aktion läuft so lange, bis Gesetze beschlussreif im Parlament liegen, bis unsere Forderungen für eine rasche und spürbare Entlastung erfüllt sind!"

Info:
Die Unterschriften-Aktion "Mehr Geld im Börsel" kann in allen Ortsgruppen und Landessekretariaten des Pensionistenverbandes Österreichs sowie online unter www.pvoe.at unterschrieben werden.

Rückfragen & Kontakt:

GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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