Christian Ragger: Heute Lohnkonflikt, morgen Ärztenotstand

Reden wir endlich über die desaströsen Aussichten!

Klagenfurt (OTS) - "Heute diskutieren wird nur über die Ärztegehälter, aber nicht über den Ärztenotstand, der Kärnten morgen bevorsteht", warnt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. Es sei beängstigend, wie viele Stellen für Turnusärzte in den Spitälern heute bereits unbesetzt sind. "Damit fehlen uns die Hausärzte von morgen. Wir werden ganze Kärntner Täler ohne Arzt haben", befürchtet Ragger. Verstärkt werde das noch die Ausbildungsreform ab 2015, wenn der Turnus wegfällt. "Es gibt dann noch eine 9-monatige Basisausbildung für junge Ärzte und jene Jungmediziner, die wir noch haben, gehen großteils in eine Fachausbildung. Die Allgemeinmedizin trocknet aus. Mit verheerenden Folgen für die Versorgung der Regionen", befürchtet Ragger.

Wegen des Ärztemangels seien auch die Regionalspitäler in ihrer Existenz bedroht. Es sei äußerst fraglich, ob diese angesichts ihrer ohnehin dünnen Personaldecke chirurgische und unfallchirurgische Abteilungen aufrechterhalten können, zumal KABEG-Vorstand Arnold Gabriel bereits ankündigte, dass man Fachärzte mit Prämien in Schwerpunkthäuser locken will.

In diesem Licht besehen sei die Konfliktsituation zwischen Land und Ärzteschaft fatal. "LH Dr. Peter Kaiser und LHStv Dr. Beate Prettner streiten mit den Ärzten ums Geld und die gewaltigen strukturellen Risiken für das Kärntner Gesundheitssystem bleiben unbeachtet. Letztlich ist das eine Debatte auf jämmerlichem Niveau", stellt Ragger fest. Er tritt dafür ein, den Kärntner Spitalsärzten finanziell das zuzugestehen, was ihnen in Niederösterreich und der Steiermark gewährt wurde, wo im Gegensatz zu Kärnten alles ruhig abläuft. "Und dann muss der Stillstand und die Schönfärberei in der Kärntner Gesundheitspolitik beendet werden. Wenden wir uns endlich den gewaltigen strukturellen Defiziten zu!"

KABEG-Chef Gabriel sollte so rasch wie möglich eine Sondersitzung des KABEG-Aufsichtsrates und LHStv. Prettner eine Sondersitzung der Gesundheitsplattform zu der Krise einberufen. Derzeit herrscht die Stimmung: Stell Dir vor wir stehen vor dem Abgrund im Gesundheitssystem aber keinen kümmert`s", meinte Ragger abschließend.

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