Schreuder/Musiol: Reform des Fortpflanzungsmedizingesetzes war höchste Zeit

Grüne: Wichtiger Schritt für lesbische Frauen - Alleinstehende bleiben weiterhin benachteiligt

Wien (OTS) - "Ich begrüße die Novelle in der Fortpflanzungsmedizin und sehe darin einen Meilenstein in der Anerkennung von unterschiedlichen Familienformen. Lesbische Frauen können sich nun endlich auf legalem Weg ihren Kinderwunsch erfüllen und es wurde wieder eine Diskriminierung beseitigt", freut sich Marco Schreuder, Bundesrat und Bundessprecher der Grünen Andersrum.

"Regenbogenfamilien, also lesbische Frauen und schwule Männer mit Kindern, sind seit langem ein bunter, sichtbarer Teil unserer gesellschaftlichen Realität. Umso wichtiger ist es, dass Kindern in Regenbogenfamilien auch Rechtssicherheit gewährt wird. Dies ist auch im Sinne der Kinderrechte und zum Wohle der Kinder", sagt Schreuder.

Jugendliche TeilnehmerInnen der parlamentarischen Kinderrechtsenquete am 10. November in Wien forderten in diesem Zusammenhang auch die Aufhebung des Adoptionsverbots für Lesben und Schwule. "Jugendliche verstehen überhaupt nicht, weshalb die Regierung dieses Verbot aufrecht erhält, weil für junge Leute alle Menschen die gleichen Rechte haben sollten, egal welchen Lebensentwurf sie wählen", konstatiert Schreuder.

Verwundert ist Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen, über den Entwurf, der alleinstehende Frauen nach wie vor von der medizinisch unterstützten Fortpflanzung ausschließen will. "Ich fordere die Regierung hiermit auf, ihre tradierten Familienbilder endlich abzulegen und alle Frauen hinsichtlich ihres Kinderwunsches gleich zu behandeln", sagt Musiol.

"Am Ziel einer fortschrittlichen Familienpolitik sind wir auch mit diesem Entwurf noch nicht angekommen. Öffnen wir die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und führen das Adoptionsrecht für Lesben und Schwule ein", meinen Schreuder und Musiol unisono.

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