Fortpflanzungsmedizin - Schieder sieht SP-VP-Entwurf als "großen Wurf"

"Meilenstein für Entdiskriminierung" - "Kein Geschäft mit Leihmutterschaft"

Wien (OTS/SK) - Einen großen Schritt für moderne fortpflanzungsmedizinische Regelungen und einen wichtigen frauenpolitischen Erfolg sieht SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder in der Regierungs-Einigung zum Fortpflanzungsmedizingesetz. Die Reform, die von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser und Justizminister Wolfgang Brandstetter verhandelt und heute in Begutachtung geschickt wurde, setze langjährige SPÖ-Forderungen um. Vor allem das Ende für die Diskriminierung lesbischer Paare sei ein "Meilenstein in Sachen Gleichbehandlung", so der SPÖ-Klubobmann. ****

Für Schieder ist es höchst erfreulich, dass die ÖVP in einigen Fragen "über ihren Schatten gesprungen ist und den Weg frei macht für moderne Regeln der Fortpflanzung". Dass die Eizellenspende und die Samenspende durch Dritte bei der Invitrofertilisation (IVF) erlaubt werden sollen, bilde die Realität ab. "Bisher sind betroffene Paare in solchen Fällen einfach ins Ausland gefahren und haben diese Behandlungen dort durchführen lassen müssen."

Gleichzeitig sei wichtig und begrüßenswert, dass ein Verbot der Vermittlung und Kommerzialisierung dezidiert festgeschrieben ist, damit es nicht zum Geschäft mit der Leihmutterschaft kommt. Der SPÖ-Klubobmann: "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kürze ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz haben, das auf der Höhe der Zeit ist, gleichzeitig aber auch ethischen Fragen in geeigneter Weise Rechnung trägt." (Schluss) bj/ah/mp

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