Preiner zum Grünen Bericht: Mehr Gerechtigkeit in der Förderverteilung

Ungleichheiten müssen korrigiert werden

Wien (OTS/SK) - "Wir müssen es schaffen, die Existenz unserer Land-und ForstwirtInnen zu sichern. Der Grüne Bericht 2014 zeigt uns, wo wir ansetzen müssen", sagte Erwin Preiner, SPÖ-Landwirtschaftssprecher und Sprecher für den ländlichen Raum, heute im Landwirtschaftsausschuss. Bedenklich ist für Preiner, dass die Verteilung von flächenbezogenen Direktzahlungen für 2013 sehr ungleich ausgefallen ist. "Die oberen zwei Prozent der Betriebe lukrierten zwölf Prozent aller Fördermittel und im Schnitt über 75.000 Euro pro Betrieb. Mit der Umsetzung der GAP-Reform in Österreich besteht die Chance, diese ungleiche Verteilung zu korrigieren", betont Preiner. ****

Für Preiner ist der vorliegende Grüne Bericht eine "zentrale Informationsquelle", die die Lebens- und Arbeitssituation der LandwirtInnen abbildet. Demnach haben die Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft im Jahr 2013 durchschnittlich um sechs Prozent auf 25.698 Euro je Betrieb abgenommen, mit Ausnahme der Obstbauern, sie hatten ein Plus von 17 Prozent. Den Einkommensrückgang im Vergleich zu 2012 haben niedrigere Erzeugerpreise für Getreide und Ölsaaten, geringere Erntemengen beim Körnermais und höhere Aufwendungen für Futtermittel und Investitionen verursacht. "Diese negative Entwicklung konnte ein wenig gedämpft werden durch einen höheren Milchpreis und höhere Erträge aus der Forstwirtschaft", zeigt Preiner auf.

Dass die Einkommen der höchsten Erschwerniskategorien im letzten Jahr leicht gestiegen sind, geht auf den engagierten Einsatz der SPÖ für diese Bergbauernbetriebe zurück. Die Ausgleichszulage für die Landwirtschaft beträgt laut Ankündigung durch Bundesminister Rupprechter für schwierige Flächenbewirtschaftung ca. 290 Millionen Euro, ein Plus von ca. 20 Prozent gegenüber der alten Periode. Dafür haben sich die SPÖ und ihr Landwirtschaftssprecher nachhaltig eingesetzt.

Die GAP-Reform wirkt sich auch positiv auf den Einkommensrückstand von Bergbauernbetrieben und Biobetrieben aus. "Für die Biolandwirtschaft sehen wir, dass die Anzahl von Betrieben und Flächen leicht abgenommen hat", erörtert Preiner. Der Anteil der Biolandwirtschaft liegt bei 17 Prozent an den Betrieben und 20 Prozent an den Flächen. "Das Einkommen aus diesem Bereich stagnierte 2013. Wir wollen Bio-Europameister bleiben und müssen daher diesen Sektor stärken und ausbauen", fordert Preiner.

Erfreulich ist demgegenüber, dass die Einkommen bei den Bergbauernbetrieben im Durchschnitt um zwei Prozent angestiegen sind und sich die Einkommensschere der Bergbauernbetriebe im Vergleich zu den übrigen Betrieben etwas verkleinert. "Das ist vor allem der Ausgleichszulage zu verdanken", betont Preiner. (Schluss) sc/kg/mp

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