Korun bringt Anfrage zu Chaos im Bundesamt für Asyl ein

Grüne: Alleinstehende jugendliche Flüchtlinge sich selbst überlassen

Wien (OTS) - "Noch immer kann es bis zu einem Jahr dauern, bis allein nach Österreich geflüchtete Kinder und Jugendliche überhaupt ihre erste Einvernahme haben. Dies zeigt, dass trotz der vielen Versprechungen im letzten Jahr, so manches beim neu geschaffenen Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl überhaupt nicht funktioniert. Hier spricht die Innenministerin von 'Anlaufschwierigkeiten'", kritisiert Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen. "Diese 'Anlaufschwierigkeiten' können das Leben von vor allem jugendlichen AsylwerberInnen komplett aus der Bahn werfen."

"Das neue Bundesamt (BFA) für Fremdenwesen und Asyl scheint gerade einen neuen Verfahrensrucksack aufzubauen. Es liegen uns Informationen vor, dass es im BFA vor kurzem wieder einmal Umstrukturierungen und eine komplette Neuverteilung von Akten gab. Es kann nicht sein, dass die Behörde fast ein Jahr lang mit sich selber beschäftigt ist und nicht ihrer Aufgabe nachkommen kann. Ein Jahr nach der Einführung des neuen Asylamts klingt es wie ein Witz, wenn die Innenministerin sagt, es werde alles beschleunigt. Denn der sich bildende "Rucksack" bedeutet für viele Menschen ein Ausharren in Unsicherheit und Angst um ihre Familie und ihre Zukunft. Das darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden", betont Korun. Die Grün-Abgeordnete wird daher heute eine detaillierte parlamentarische Anfrage zum Thema an die Innenministerin einbringen.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004