Christian Ragger: Konflikt mit Ärzten als Alibi für (Teil)Schließungen von Spitälern

In Mangelsituation werden Ärzte für große Spitäler abgezogen

Klagenfurt (OTS) - "LH Dr. Peter Kaiser hat mit den Ärzten nicht fair verhandelt. Er machte ihnen ein Lohnangebot mit nicht überprüfbaren Zahlen und so vielen einschränkenden Bedingungen, dass es gar nicht annehmbar war. Damit hat er die Demonstration der Ärzte heute Donnerstag und mögliche weitere Streikaktionen mit verursacht", kritisiert der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. Er sieht dahinter ein politisch-strategisches Ziel. "Der Ärztekonflikt kann als Alibi für Teilschließungen von peripheren Spitälern dienen. Darauf deutet auch die Ankündigung von KABEG-Chef Arnold Gabriel hin, dass man Ärzte aus der Peripherie mit Prämien in Schwerpunkthäuser locken will, um die dort gefährdete Versorgung zu retten".
Wenn Ärzte ab 1.1.2015 tatsächlich nur mehr 48 Stunden arbeiten, könnten z.B. in Klinikum oder im LKH Villach täglich Dutzende Operationen nicht durchgeführt werden, weil zu wenige Chirurgen und Narkosefachärzte verfügbar sind. Eine Möglichkeit, um das zu verhindern, läge darin, die fehlenden Spezialisten aus kleinen Häusern abzuziehen und diese Variante hat KABEG-Vorstand Gabriel bereits in einem Zeitungsinterview konkret erwähnt. Dafür würde er sogar Extraprämien ausschütten. Für chirurgische und unfallchirurgische Abteilungen kleiner Häuser wäre das der Todesstoß. Auch deren interne Abteilungen könnten gefährdet sein. Die SPÖ suche offenbar einen Weg, wie sie die von ihr versprochene Garantie für die bestehenden Krankenhäuser brechen kann. So gesehen könnte der Ärztekonflikt der Auslöser für ein Radikal-Sparkonzept im Kärntner Gesundheitswesen sein. Man dürfe auch nicht vergessen, dass Kärnten ohnehin die wenigsten Spitalsärzte aller Bundesländer hat. Man sollte daher mit den Ärzten faire Verhandlungen mit offenen Karten und transparenten Berechnungen führen und nicht wie bisher mit Tricksereien. Das bedeute natürlich nicht, dass man jeder Forderung der Ärzte nachgibt, die Messlatte sollten die erzielten Einigungen in Niederösterreich und der Steiermark sein. "Warum konnte man sich dort mit den Ärzten ohne Wirbel einigen, während in Kärnten Klassenkampf "gespielt" wird", fragt Ragger.
Die Auswirkungen eines länger dauernden Ärztestreiks wären für die Patienten dramatisch. "Es ist daher dringend eine Krisensitzung des KABEG-Aufsichtsrates durchzuführen", betont Ragger. Auch die Zielsteuerungskommission sollte ihre Untätigkeit beenden.

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