Zum Weltdiabetestag am 14. November: Die gefährliche Zucker-Krankheit und wie man vorbeugen kann

Baierbrunn (OTS) - Der Weltdiabetestag wurde erstmals 1991 eingeführt, um auf die immer größer werdende Verbreitung von Diabetes aufmerksam zu machen.
Selbst die Vereinten Nationen haben diese Erkrankung zur weltweiten Bedrohung erklärt, denn die Zuckerkrankheit, wie sie auch genannt wird, ist tückisch und gefährlich und auch bei uns steigen die Zahlen dramatisch an. Mein Kollege Max Zimmermann hat darum mit einem Experten gesprochen:

Sprecher: Die Volkskrankheit Diabetes ist in verschiedene Formen untergliedert, erklärt Chefredakteur und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Baum vom Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber:

O-Ton Andreas Baum: 24 Sekunden

In Deutschland haben etwa 90 Prozent, der rund 8 Millionen Diabetiker Typ-2-Diabetes, der Rest hat Typ-1-Diabetes oder eine andere seltenere Diabetesursache. Der Typ-1-Diabetes, der oft bei Kindern auftritt, ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Die Betroffenen bilden kein Insulin mehr und müssen es deshalb regelmäßig spritzen. Und am Typ-2-Diabetes, da ist eine Mischung aus erblicher Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel schuld.

Sprecher: Konzentrieren wir uns auf den Typ-2-Diabetes, der ja so weit verbreitet ist. Wahrscheinlich ist die Krankheit so gefährlich, weil sie permanent unterschätzt wird?

O-Ton Andreas Baum: 19 Sekunden

Dabei ist Diabetes, wenn er nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, für einen Unmenge von Folgekrankheiten verantwortlich. So hat zum Beispiel die Mehrzahl aller Herzinfarktpatienten Diabetes oder eine Diabetesvorstufe. Die Hälfte der Menschen, die wegen Nierenversagen zur Dialyse müssen, haben Diabetes, und Diabetes ist eine der Hauptursachen von Erblindungen oder Amputationen.

Sprecher: Auch wenn es nicht so einfach ist, kann man aber bestimmte Anzeichen der Zuckerkrankheit selbst erkennen:

O-Ton Andreas Baum: 18 Sekunden

Der macht keine ausgeprägten Symptome und besteht oft schon viele Jahre bevor er dann vom Arzt entdeckt wird. Wer zum Beispiel bemerkt hat, dass er auffallend oft müde und schlapp ist, unter Hautjucken leidet oder häufiger als sonst Infekte hat, Blasenentzündungen und viel Wasser lassen muss, viel Durst hat, der sollte zum Arzt und einen Zucker-Check machen lassen.

Sprecher: Und das ist die gute Nachricht zum Schluss:

O-Ton Andreas Baum: 11 Sekunden

Typ-2-Diabetes, der lässt sich durch einen gesunden Lebensstil, mit viel Bewegung, mit Vermeiden von Übergewicht, oft um viele Jahre verzögern oder auch ganz verhindern. Also, das haben große Studien sehr eindrucksvoll bewiesen.

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