Lungenkrebsmonat November

Pfizer informiert über neue Behandlungsmöglichkeiten und räumt Irrmeinungen zum Thema "Personalisierte Medizin und Lungenkrebs" aus dem Weg

Wien (OTS) - Lungenkrebs ist weltweit für insgesamt mehr Todesfälle pro Jahr verantwortlich als jede andere Art von Krebs. Allein in Österreich sterben jährlich über 3.600 Menschen an Lungenkrebs, Schätzungen der WHO (World Health Organization) zufolge sind es weltweit ca. 1,6 Millionen Menschen (1). Der Lungenkrebsmonat November soll auf die leider immer noch sehr hohe Sterblichkeitsrate bei diesen Patienten aufmerksam machen und über neue, individuelle Behandlungsmethoden informieren.

Personalisierte Medizin und Lungenkrebs

Personalisierte Medizin macht sich das individuelle Krankheitsprofil des Patienten zunutze, um Therapieentscheidungen zu treffen und die Behandlung in sämtlichen Stadien auf seine Bedürfnisse abzustimmen (2). Mithilfe molekularer Diagnosemethoden wurde es in den letzten Jahren möglich, in einigen Lungentumoren spezifische genetische Veränderungen bzw. Biomarker zu identifizieren. Den betroffenen Patienten kann in der Folge eine Therapie angeboten werden, die am besten zum genetischen Krankheitsprofil passt und dadurch die größten Erfolgschancen bietet. Leider hindern Irrmeinungen zum Thema "Personalisierte Medizin" immer noch Lungenkrebspatienten daran, von diesem Behandlungsansatz zu profitieren.

Anbei finden Sie einige Mythen und Fakten, die Lungenkrebspatienten kennen sollten:

Mythos: Alle Arten von Lungenkrebs sind gleich und sollten auch gleich behandelt werden.

Fakten: Lungenkrebs wurde lange als eine einheitliche Erkrankung gesehen, Ärzte unterscheiden heute jedoch verschiedene Arten von Lungenkrebs. Das kleinzellige (SCLC) und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) sind die zwei wichtigsten Gruppen, wobei das NSCLC noch in weitere Subtypen unterteilt wird (3). Da die Erkrankung lange Zeit symptomlos bleibt, befinden sich bei Erstdiagnose bereits etwa 75% der Patienten in einem fortgeschrittenen oder metastasierten Krankheitsstadium (4).

Mythos: Personalisierte Medizin muss sich bei Lungenkrebspatienten erst als hilfreich erweisen.

Fakten: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass einige Lungenkrebspatienten spezifische Genmutationen aufweisen, die das Tumorwachstum begünstigen und diese Erkenntnis genutzt, um zielgerichtete Therapien zu entwickeln (5). Derzeit sind bereits einige Medikamente von der EMA (European Medicines Agency) zugelassen, die die Kriterien der personalisierten Medizin erfüllen und die Forschung auf diesem Gebiet macht ständig Fortschritte.

Mythos: Lungenkrebspatienten können nur bei Erstdiagnose eine personalisierte Therapie erhalten.

Fakten: Um festzustellen, ob für Sie eine gezielte, personalisierte Therapie zur Verfügung steht, muss Ihr Tumor auf molekulare Biomarker und Genveränderungen getestet werden (6). Ihr behandelnder Arzt kann diese Testung sowohl bei Erstdiagnose als auch zu jedem späteren Zeitpunkt anordnen. Wenn Sie bei Erstdiagnose nicht getestet wurden, fragen Sie Ihren Arzt, ob für Sie eine molekulare Testung in Frage käme.

Mythos: Wenn mein Lungenkarzinom getestet wird, kann ich eine speziell auf mich zugeschnittene Therapie bekommen.

Fakten: Bei einigen Patienten wird eine molekulare Testung eine Genmutation nachweisen, die sie für den Einsatz einer zugelassenen, personalisierten Therapie oder für die Teilnahme an einer klinischen Studie qualifiziert. Auch wenn bei Ihnen kein Biomarker nachgewiesen wird, kann das Testergebnis Ihrem Arzt helfen, eine für Sie passend Behandlungsoption zu wählen.

Mythos: Eine molekulare Testung ist für den Großteil der Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom nicht angezeigt.

Fakten: Eine evidenzbasierte Behandlungsleitlinie, die 2013 von drei Berufsverbänden herausgegeben wurden, empfiehlt, dass Ärzte bei Diagnose eines metastasierten Adenokarzinoms (unabhängig vom klinischen Verlauf) eine Testung auf EGFR Mutation und ALK Rearrangements anordnen (7). Tatsächlich weisen nämlich mehr als die Hälfte aller Adenokarzinome (der häufigsten Art des NSCLC) eine Drivermutation auf, die dem Patienten mithilfe einer molekularen Testung den Zugang zu einer personalisierten Therapie eröffnet (8).

Jetzt wo ich die Fakten kenne, wie kann ich herausfinden, ob personalisierte Medizin für mich eine Behandlungsoption darstellt?

Alles beginnt mit einer Frage:

Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, ob eine molekulare Testung in Ihrem Fall Sinn macht. Wenn angezeigt, wird Ihr Arzt Tests auf entsprechende Biomarker anordnen, die Ihre Behandlungsmöglichkeiten beeinflussen könnten.

Lungenkrebs und Rauchen

Rauchen ist für bis zu 90% aller Lungenkrebsfälle verantwortlich. Ein Rauchstopp reduziert nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, sondern senkt auch das Risiko für Krebserkrankungen:
Nach 10 Jahren hat sich das Lungenkrebsrisiko halbiert. Es gibt vielfältige Methoden, um mit dem Rauchen aufzuhören - von kurzen individuellen Beratungsgesprächen mit Ihrem Arzt über Gruppentherapien bis hin zu strukturierten Programmen, je nach Bedarf auch mit gezielter medikamentöser Unterstützung. Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern werden die Kosten hierfür derzeit noch nicht von der österreichischen Sozialversicherung übernommen.

Weitere Informationen auf www.lungenkrebs-testen.at und http://pfizeroncology.at

Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt

Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für Menschen in allen Lebensphasen. Mit einem Forschungsetat von 6,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 zählt Pfizer zu den größten forschenden Pharmaunternehmen der Welt und setzt, mit Hauptsitz in New York, neue Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie beispielsweise Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Entzündungserkrankungen, Krebs, Neurologische Erkrankungen und Schmerz, seltene Erkrankungen oder bei Impfstoffen. Weltweit arbeiten bei Pfizer rund 90.000 Mitarbeiter daran, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder vorzubeugen. Pfizer ist in
über 80 Ländern mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von rund
51,6 Milliarden US-Dollar.
In Österreich gliedert sich das Unternehmen in zwei Geschäftsfelder:
Rezeptpflichtige Medikamente und rezeptfreie Produkte. Das Produktportfolio umfasst innovative Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika. Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger Partner der medizinischen Forschung und Entwicklung in Österreich. Um mehr über unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at

Quellen:

1 Statistik Austria, WHO Website
2 U.S. Food and Drug Administration. FDA's Unique Role and Responsibilities in Personalized Medicine. Available at:
http://www.fda.gov/scienceresearch/specialtopics/personalizedmedicine
/default.htm. Accessed on: June 14, 2014.
3 American Cancer Society. "What is non-small cell lung cancer?" Available at:
http://www.cancer.org/cancer/lungcancer-non-smallcell/detailedguide/n
on-small-cell-lung-cancer-what-is-non-small-cell-lung-cancer. Accessed on: June 30, 2014.
4 Reade CA, Ganti AK. EGFR targeted therapy in non-small cell lung cancer: potential role of cetuximab. Biologics. 2009; 3: 215-224.
5 Gandara DR, Li T, Lara PN Jr, et al. Algorithm for codevelopment of new drug-predictive biomarker combinations: accounting for inter- and intrapatient tumor heterogeneity. Clin Lung Cancer. 2012;13(5):321-325.
6 Sequist LV, Heist RS, Shaw AT, et al. Implementing multiplexed genotyping of non-small-cell lung cancers into routine clinical practice. Ann Oncol. 2011;22(12):2616-2624.
7 Lindeman Lindemann NI, et al. Arch Pathol Lab Med. 2013;137:828-860.
8 JCO abstract. Kris MG, Lau CY, et al. Initial results of LC-MAP: An institutional program to routinely profile tumor specimens for the presence of mutations in targetable pathways in all patients with lung adenocarcinoma. JCO. 2011

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