ÖH Uni Graz fordert: Beseitigung der Hürden für ausländische Studierende

Graz (OTS) - Nach einer langen Zeit des Schweigens sind die Probleme bei der Rot-Weiß-Rot-Karte endlich auf dem Tisch. Die ÖH Uni Graz sieht jetzt die Möglichkeit endlich einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. "Statt einer nationalistischen Kampagnen wie #stolzdrauf sollte sich Außenminister Kurz um die wirklichen Probleme wie die Lebensbedingungen von hier lebenden ausländischen BürgerInnen kümmern" kritisiert Florian Ungerböck, Vorsitzender der ÖH Uni Graz die momentane Prioritätensetzungen der Bundesregierung.

In den letzten Jahren hat sich die Zahl der ausländischen Studierenden verdreifacht, aber nur wenige sehen Arbeitsperspektiven. "Es müssen die Arbeitsmöglichkeiten während des Studiums ausgedehnt werden sowie die Regelungen für den Erhalt der Rot-Weiß-Rot-Karte, die den AbsolventInnen einen Arbeitsaufenthalt sichert, an die Realität angepasst werden" fordert Sanel Omerovic stv. Vorsitzender der ÖH Uni Graz. "Die momentane Einkommensgrenze von 2038,50 Euro im Monat muss fallen, um AbsolventInnen überhaupt eine Möglichkeit zu schaffen, hier arbeiten zu können", ist sich das Vorsitzteam der ÖH Uni Graz einig.

Adriana Keresztes, Referentin für ausländische Studierende in der ÖH Uni Graz meint bestürzt: "Besonders hart trifft die derzeitige Regelung ausländische Studierende aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Frauen. Wir fordern daher unbedingt eine Herabsetzung der Einkommensgrenze auf 1400,- Euro Brutto im Monat. Der Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte muss auch für Bachelor-AbsolventInnen offen stehen und Bachelor-Studierende sollten mindestens 20 Stunden in der Woche arbeiten dürfen", so Adriana Keresztes abschließend.

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