Wr. Gemeinderat - SP-Wagner/Malyar: Wien soll solidarische Stadt bleiben

Ein Problem verschwindet nicht, wenn man davor die Augen verschließt

Wien (OTS/SPW-K) - "Wien soll eine solidarische Stadt bleiben, geprägt von gesellschaftlichem Zusammenhalt und sozialem Ausgleich", so der SP-Gesundheitssprecher und Gemeinderat Kurt Wagner im heutigen Wiener Gemeinderat.
"Ein Problem verschwindet nicht aus einer Stadt, wenn man davor die Augen verschließt". Verwundert zeigt er sich auch über die Formulierung des Themas der heutigen Sondersitzung des Wiener Gemeinderates von der FPÖ("Keine Drogenzentren in der Nähe von Schulen, Kindergärten und in dicht verbauten Wohngebieten"): "Es gibt in Wien über 700 Schulen, über 1.898 Kindergartengruppen und natürlich etliche Wohnungen verteilt auf 23 Bezirke in ganz Wien. Wenn hier eine Partei glaubt, es gäbe einen einzigen Bezirk, wo man mit einer Ansiedelung einer Beratungsstelle nicht in der Nähe einer Schule, eines Kindergartens oder einer Wohneinheit ist, täuscht man sich. Mögliche Orte wären dann nur mehr der Lainzer Tiergarten, die Donauinsel oder der Wienerwald."

Wagner in Richtung Opposition: "In einer Demokratie trägt man politische Verantwortung und darf sich nicht zurücklehnen. Sie werden kaum eine Stadt außer Wien finden, in der sich mehr als die Hälfte der Suchtkranken in Substitutionsbehandlung befindet. Das ist ein großer Erfolg. Die Menschen fürchten sich nicht, sich helfen zu lassen, gerade weil es so niederschwellige Angebote gibt."

FPÖ will Alsergrunder Klima des Miteinanders vergiften

"Es ist unsere gesellschaftliche Verantwortung, Menschen aus Süchten, wie Alkohol und Drogen, herauszuhelfen und entsprechende Angebote zu schaffen. Auch für illegale Drogen. Als Bezirksvorsteherin entziehe ich mich sicher nicht der gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung, den "Wiener Weg" des Umgangs mit illegalen Drogen umzusetzen", erklärte die Alsergrunder Bezirksvorsteherin Martina Malyar.

Und weiter: "Es wird immer vergessen, dass drogenkranke Menschen MITTEN unter uns wohnen, arbeiten und leben. Ich frage Sie: sind sie deshalb Bürger zweiter Klasse? Dürfen diese Wiener nicht mehr unter uns leben?"

In Richtung FPÖ richtet die SP-Bezirksvorsteherin folgende Worte: "Es werden auf dem Rücken der drogenkranken Menschen Ängste geschürt und verstärkt, Monster an die Wand gemalt, Kritiker mundtot gemacht und Hass und Unsicherheit gesät. Die Mehrheit der Alsergrunder lehnt nachweislich und ausdrücklich diese Art der Politik und Sprache ab. Es wird der FPÖ niemals gelingen, das Alsergrunder Klima des Miteinanders und der Inklusion marginalisierter Gruppen zu vergiften."

"Natürlich gibt es bei den Anrainern in der Nussdorferstraße 41 berechtigte Sorgen, Ängste und Fragen. Natürlich gehe ich darauf ein und habe gerne und aus Überzeugung einiges bereits vor Eröffnung veranlasst:

  • Raucherraum im Inneren, damit keine Kliententrauben am Gehsteig entstehen
  • Kein Betrieb am Sonntag und Feiertag
  • Reinigung des Helene Deutsch Parks sowie der Straßen an ALLEN Tagen
  • Einführen eines Dialogforums mit Vertretern der Anrainer, der Einrichtung, der zuständigen Dienststellen und der Polizei."

"Ich werde ein genaues Auge darauf haben, dass die Suchtberatungsstelle - so wie jede andere Einrichtung im Bezirk - zu einem integrierten Teil des friedlichen Miteinanders im Neunten wird! Darauf haben alle Skeptiker mein Wort!", so die SPÖ-Politikerin abschließend.

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